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Für Felix Magath hat Pep Guardiola mehr Macht als jeder Bayern-Trainer vor ihm. Magath zufolge liegt das am Fehlen von Uli Hoeneß, da dieser die Trainer entmachten würde.

Für Felix Magath hat Pep Guardiola so viel Macht wie noch kein Bayern-Trainer vor ihm.

"Guardiola hat sich einen sehr hohen Stellenwert innerhalb des Klubs geschaffen, der sich jetzt auch im Spiel ausdrückt. Er hat mehr Macht, als es jemals ein Trainer bei den Bayern vorher hatte. Ich glaube, das war nur möglich, weil Uli Hoeneß nicht mehr da ist", sagte der Ex-Coach des FC Bayern bei der FAZ.

Die Tatsache, dass die Bayern bis jetzt noch auf Guardiolas Vertragsverlängerung warten, ist für Magath ein weiterer Indiz für dessen Macht.

"Das zeigt, an welch langem Hebel Guardiola mittlerweile sitzt. Mit Hoeneß wäre das nicht gegangen. Der hätte keinen Trainer so stark werden lassen. Er hat einen Trainer nur akzeptiert, wenn er selbst die Machtverhältnisse bestimmt hat", sagte Magath.

Für Magath war es daher nicht einfach, unter Hoeneß zu arbeiten: "Wenn man diese Macht einem Trainer nimmt, spürten die Spieler das sofort. Hoeneß hat das gemacht, indem er die Spieler hochholte in sein Büro und sie sich ausweinen ließ. Und wenn er ihnen dann sagte, da muss ich doch mal mit dem Trainer reden, hat der Spieler schon gewonnen und der Trainer schon verloren."

Weiter kritisierte Magath, dass die Trainer in letzter Zeit immer weniger Macht von der Vereinsführung bekämen.

"Sie (die Trainerposition, Anm. d. Red.) ist in den letzten dreißig Jahren systematisch immer schwächer gemacht worden, außer da, wo die Vereine stark genug sind, ihre Trainer zu stärken, wie in Dortmund, Mainz oder Augsburg."

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