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Heribert Bruchhagen hört als Eintracht-Boss auf
Heribert Bruchhagen ist Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt © Getty Images

Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen prognostiziert, dass künftig viele Traditionsvereine gegen den Abstieg kämpfen werden. Er erklärt, welche Klubs besonders gefährdet seien.

Eintracht Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen befürchtet, dass viele Traditionsvereine in Zukunft gegen den Abstieg kämpfen müssen.

"Es gibt Strukturveränderungen. Es wird immer schwieriger werden, Kontinuität zu wahren", sagte Bruchhagen dem kicker.

Bruchhagen, der seinen Posten nach der Saison aufgeben wird, führte aus: "Ich prognostiziere, dass sich in fünf bis acht Jahren viele Traditionsvereine im Abstiegskampf befinden. Klubs, die ähnliche Voraussetzungen haben wie die Eintracht, zum Beispiel Köln, Berlin, Bremen, Hamburg, Stuttgart und Hannover."

Bruchhagen erklärte: "Der DFL-Finanzreport weist aus, dass der Kampf um die internationalen Plätze, vor allem um Rang fünf bis sieben, die Vereine finanziell stark belastet. Das wird in Zukunft ein schwieriges Thema für die gesamte Liga sein."

Besonders die Klubs, die sich regelmäßig für die Königsklasse qualifizieren, würden immer weiter davonziehen: "Hinzu kommt die extreme Steigerung der Einnahmen in der Champions League", meinte der 67-Jährige: "Durch den neuen TV-Vertrag werden die Vereine inklusive Vermarktung künftig pro Jahr 2,38 Milliarden kassieren, also sieben Milliarden in drei Jahren. Das ist eine Steigerung von 40 Prozent. Diese unglaubliche Summe macht es für einen Verein wie die Eintracht immer aussichtsloser, in diese Regionen vorzudringen."

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