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München - Thomas Tuchel muss beim Sieg in Wolfsburg auf die Tribüne, weil ihn die eigenen Emotionen übermannen. Die Bestrafung sieht er dennoch kritisch. Dieter Hecking zeigt Verständnis.

Die packende Schlussphase beim 2:1-Sieg von Borussia Dortmund beim VfL Wolfsburg hat auch Thomas Tuchel nicht kalt gelassen.

Nach dem 2:1-Siegtreffer von Shinji Kagawa schickte Schiedsrichter Tobias Stieler den Dortmunder Coach auf die Tribüne. Tuchel erklärte sein Vergehen nach dem Schlusspfiff bei Sky selbst:

"Wegen ungebührlichem Verhalten. Ich hab vor Freude erst in die Bande getreten, dann habe ich zweimal diese Bewegung gemacht zum Co-Trainer von Dieter Hecking, weil er sich sehr auf unsere Kosten gefreut hat beim Elfmeter. Das kann ich auch bleiben lassen."

Hecking selbst habe "nicht wahrgenommen, was mein Co-Trainer gemacht hat ".

"Ich denke, die Geste von Thomas Tuchel ist in der Emotion geschehen. Der Tritt war für mich interessant. Ich musste ebenfalls auf die Tribüne, nachdem ich eine Bande um zehn Zentimeter verschoben habe", so Hecking.

Tuchel: Strafe "übertrieben"

Tuchel selbst war mit der Bestrafung nicht einverstanden: "Dass ich auf die Tribüne musste, finde ich total übertrieben. Aber meine Aktion hätte ich bleiben lassen können. Es wäre Strafe genug gewesen, dass wir getroffen hatten."

Der Meinung ist auch Hecking. "Da bin ich ganz bei Thomas. Das ist zu viel des Guten. Aber wenn es so gewertet wird, muss Thomas damit leben und ich denke, er kann damit leben", so der 51-Jährige.

Für Tuchel war der Verweis auf die Tribüne keine Premiere:

Als Trainer von Mainz 05 musste er zuletzt in der Saison 2012/13 beim 2:1-Sieg im DFB-Pokal gegen Schalke auf den Rängen Platz nehmen, auch 2010 erwischt es ihn im Pokal.

Beim Aus gegen den damaligen Zweitligisten Alemannia Aachen tobte er sich ebenfalls auf die Tribüne.

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