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Der SPORT1-Kommentar von Ivo Hrstic zum 18. Bundesliga-Spieltag © SPORT1-Grafik/dpa Picture-Alliance

München - Mit dem Sieg in Gladbach hält Dortmund den Champions-League-Kurs. Besonders Deutschlands Nationalspieler überzeugen - und sind wichtig mit Blick auf die EM. Der Kommentar von Ivo Hrstic.

Die Bundesliga ist aus dem Winterschlaf erwacht. So richtig munter präsentieren sich die Fußballprofis noch nicht, der 18. Spieltag ist bislang alles andere als ein prickelndes Sektfrühstück.

Borussia Dortmund macht da aber eine erfrischende Ausnahme. Der BVB hinterlässt mit dem überzeugenden 3:1-Sieg in Gladbach einen hellwachen Eindruck und kann nun mit 12 Punkten Vorsprung auf die Fohlen so langsam mit den Champions-League-Millionen im nächsten Jahr rechnen. (DATENCENTER: Tabelle der Bundesliga)

Wer ein europäischer Spitzenklub sein will, darf sich ohnehin nur maximal ein Jahr Pause in der Königsklasse erlauben. Thomas Tuchel erfüllt seinen Auftrag mit Bravour.

Besonders beeindruckt hat mich die Leistung der Dortmunder Nationalspieler Mats HummelsIlkay Gündogan und Marco Reus. Hummels überzeugt durch Leistung und nicht durch Worte, ein starkes Stellungsspiel und eine sehr gute Zweikampfquote von 70 Prozent sprechen in Gladbach für den Abwehrchef.

Gündogan denkt und lenkt das Spiel der Borussia, und Reus hat seine Torgefahr und Leichtigkeit wiedergewonnen. Gerade Gündogan und Reus wünsche ich eine gesunde und verletzungsfreie Rückrunde, um endlich ein großes Turnier für Deutschland spielen zu können.

Das Auftreten der Borussia wird auch unseren Bundestrainer freuen. Joachim Löw braucht neben einem hoffentlich gesunden Bayern-Block auch einen starken BVB, um bei der EM in Frankreich erfolgreich zu sein.

Der Auftaktsieg des FC Bayern in Hamburg wirkt nur auf den ersten Blick holprig. Von Glanz und Dominanz war am Freitag zwar wenig zu sehen, dennoch war der Arbeitssieg verdient (19:7 Torschüsse, 66 Prozent Spielanteile für Bayern).

Die Muskelverletzung von Jerome Boateng gibt da mehr Anlass zur Sorge, der Nationalspieler wird dem FC Bayern mehrere Wochen fehlen. Nach Franck Ribéry, Mario Götze, Juan Bernat und Medhi Benatia nun also der nächste Verletze für den Tabellenführer.

Sehr viel länger darf diese Liste nicht mehr werden, sonst droht Pep Guardiolas Abschiedstour komplizierter zu werden als dem Spanier lieb ist.

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