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München - Vor dem Rückrundenstart gegen den Hamburger SV spricht Bayerns Arturo Vidal mit SPORT1 über den anstehenden Trainerwechsel, die Champions League und sein Karriereende.

Als frisch gebackener Sieger der Copa America kam Arturo Vidal im Sommer 2015 zum FC Bayern. Vier Jahre lang hatte der frühere Leverkusener zuvor bei Juventus Turin das Mittelfeld beackert, vier Mal wurde die "Alte Dame" italienischer Meister. Auch in München hat sich der aggressive Mittelfeldmann mit dem Tattoo-Geheimnis schnell unverzichtbar gemacht. Als einer von nur zwei Spielern kam der chilenische "Krieger" trotz zwischenzeitlicher Kniebeschwerden in allen 17 Spielen der Bundesliga-Hinserie zum Einsatz.

Im SPORT1-Interview spricht Vidal über den Rückrundenstart, das große Ziel Champions-League-Titel, den Trainerwechseln von Pep Guardiola zu Carlo Ancelotti und seine Pläne für das Karriereende (Das komplette Interview gibt es ab im 18.30 Uhr bei Bundesliga Aktuell). 

Arturo Vidal über…

die Testspiel-Pleite gegen Karlsruhe und die aktuelle Form des FC Bayern: "Das Ergebnis war eher zweitrangig. Es ist nie gut zu verlieren, aber dieses Spiel wird uns im Hinblick auf Hamburg helfen. Wir sind nicht beunruhigt. Es ist normal, dass wir nach der Winterpause noch nicht wieder bei 100 Prozent sind. Von einer Skala von 1 bis 10 würde ich der Mannschaft aktuell eine 8 geben."

den Rückrunden-Start beim HSV: "Wir haben im Hinspiel 5:0 gewonnen, doch diesmal wird es ein anderes Spiel. Es wird hart. Hamburg wird mit der Absicht auf den Platz gehen, ein gutes Spiel zu machen und zu gewinnen. Sie brauchen Punkte und haben ihre Sache in der Bundesliga zuletzt sehr gut gemacht. Deshalb erwartet uns eine komplizierte Aufgabe."

die Aussagen von BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang, Bayern werde nicht Meister: "Aktuell sind wir auf dem ersten Platz und wollen dort auch bis zum Ende der Saison bleiben. Wir haben große Lust auf die Meisterschaft, sie ist eines unserer großen Ziele. Ich habe großes Vertrauen in uns, dass wir das schaffen, aber es wird sicherlich schwierig. Acht Punkte Vorsprung nach der Hinrunde sichern dir nicht die Meisterschaft, geben dir aber eine gewisse Ruhe, um gut in die Rückrunde zu starten."

ein Szenario, nach dem die Bayern nicht Meister werden: "Wir müssten schon sehr, sehr, sehr schlecht spielen – und nicht gewinnen, nicht konzentriert sein. Uns zeichnet aber aus, dass wir konzentriert sind und gut spielen."

seine Dauerbrennerrolle in der Bundesliga: "Ich war sehr glücklich, alle Spiele bestreiten zu dürfen. Der Trainer schenkt mir viel Vertrauen und spornt mich dazu an, mein Maximum zu geben. Ich hoffe, so bis zum Ende der Saison weiterzumachen, alle Spiele zu absolvieren. Ich bin körperlich fit, mein Knie ist mittlerweile wieder bei 100 Prozent."

den Champions-League-Titel: "Das ist Bayerns großer Traum und auch für mich wäre es das Größte. Letztes Jahr war ich mit Juventus nah dran, kam bis ins Finale. Ich will meiner Mannschaft helfen, wo ich nur helfen kann, um die Champions League zu gewinnen. Ich glaube, dass ich es dieses Jahr schaffen kann."

den Abgang Pep Guardiolas und die Ankunft Carlo Ancelottis im Sommer: "Es ist ein bisschen seltsam, schon zu diesem Zeitpunkt des Jahres zu wissen, dass im Sommer ein Trainerwechsel stattfinden wird. Beide Trainer sind erstklassig und die besten der Welt. Zunächst müssen wir auf die Gegenwart schauen und die Zusammenarbeit mit Pep so gut wie möglich, nämlich hoffentlich mit allen drei Titeln, zu beenden. Danach beginnt ein neuer Zyklus mit Ancelotti, mit dem wir ebenfalls um alle Titel mitspielen wollen."

das Interesse Ancelottis an ihm zu dessen Zeit als Real-Trainer: "Ich hörte davon schon öfter, aber das Interesse wurde nie wirklich konkret."

sein Karriereende: "Ich bin vier Jahre hier, und wenn man mir anschließend noch ein weiteres Jahr anbietet, wäre ich glücklich. Mein Karriereende plane ich nicht mit 32, aber vielleicht mit 35, vielleicht mit 37. Ich möchte so lange Fußball spielen, wie mein Körper es zulässt."

…die Zeit nach der aktiven Laufbahn: "Nach meinem Karriereende gibt es zwei Optionen: Entweder arbeite ich weiter im Fußball-Geschäft oder mit Pferden. Mir gefallen Pferde sehr, sie beruhigen mich und bieten mir einen schönen Ausgleich zum Fußball."

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