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Unter Trainer Thomas Tuchel funktioniert die Offensive von Borussia Dortmund bisher historisch gut. SPORT1 zeigt in der Daten-Analyse die Überlegenheit des BVB.

Trotz des dauersiegenden FC Bayern an der Tabellenspitze hat Borussia Dortmund zumindest noch halbwegs realistische Chancen auf den Titel - dank der besten Offensive der Bundesliga (eine ausführliche Analyse gibt es ab 18.30 Uhr in Bundesliga aktuell auf SPORT1).

Keine andere Mannschaft spielt sich so viele Großchancen heraus wie der BVB, 54 bis jetzt. Im Schnitt ist jeder sechste Dortmunder Torschuss drin.

50 Tore nach 18 Spieltagen sind der beste Wert seit 1985, als Werder Bremen zum gleichen Zeitpunkt zweimal öfter getroffen hatte. Zum Vergleich: Die Bayern brauchten für 48 Treffer 359 Schüsse, 70 mehr als die Dortmunder.

Nur Kagawa lässt viele Chancen liegen

Dortmunds Angriffsreihe um Pierre-Emerick Aubameyang, Marco Reus, Shinji Kagawa und Henrikh Mkhitaryan kommt zusammen auf 65 direkte Torbeteiligungen, also Treffer und Vorlagen. Einzig Kagawa vergibt zu viele hundertprozentige Möglichkeiten, nämlich drei von vier. Die anderen drei haben hier jeweils Werte von über 60 Prozent.

Wenn sich Dortmund durchspielt, ist der Ball also mit sehr großer Wahrscheinlichkeit drin. Und das mit scheinbar weniger Aufwand als in der letzten Saison: Mkhitaryan etwa läuft jetzt rund einen Kilometer pro Spiel weniger und hat weniger Ballkontakte; vergangene Spielzeit stand bei ihm dafür bis zum 23. Spieltag lediglich ein Scorerpunkt.

Tuchel freut sich zudem über zahlreiche Alternativen: Der BVB leitete beispielsweise ligaweit die zweitmeisten Tore über die rechte Seite ein, hauptsächlich dank Matthias Ginter, der hier sechsmal vorbereitete. Trotz seiner überragenden Hinrunde hat er seinen Platz als Rechtsverteidiger aber nicht sicher, sitzt auf der Bank, seitdem Lukasz Piszczek wieder komplett fit ist.

Große Ballsicherheit

Aus dem Mittelfeld kommt von Ilkay Gündogan und Julian Weigl zudem die nötige Unterstützung - dank großer Ballsicherheit. Gündogan gewinnt 65 Prozent seiner Dribblings, Weigl spielt nur acht Prozent seiner Pässe nicht zum Mitspieler.

So bleibt der Ball meist sicher in den Reihen des BVB, die Offensiv-Granaten bekommen ausreichend Platz und Zeit für ihre Kombinationen. Und mit Aubameyang zündet mal wieder ein Dortmunder Mittelstürmer grandios: Treffer in jedem der ersten acht Saisonspiele waren noch keinem Bundesliga-Spieler zuvor gelungen.

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