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Herthas Trainer Pal Dardai © Getty Images

Hertha BSC ist nach dem Remis gegen Augsburg unzufrieden. FCA-Coach Markus Weinzierl wiederholt seine Vorwürfe, dass Pal Dardai den Augsburger Stil kopiert - zum Unwillen des Berliner Trainers.

Pal Dardai wirkte etwas gereizt, als die Frage nach dem vorläufigen Ende des Champions-League-Taumels in der Hauptstadt kam. "Vielleicht haben sie darüber gesprochen. Ich jedenfalls nicht und die Mannschaft auch nicht", stellte der Hertha-Coach nach dem mageren 0:0 gegen den FC Augsburg zum Rückrunden-Start klar.

Doch auch wenn die Berliner mit der Nulldiät den dritten Platz hielten, vom spielerischen Glanz der Vorweihnachtszeit war nicht mehr so viel zu sehen (Die Tabelle der Bundesliga).

Das gab auch Dardai zu. "Uns fehlte ein wenig die Spritzigkeit und die Aggressivität. Das nehme ich auf meine Kappe. Wir werden im Training einiges umstellen", kündigte Herthas Rekord-Bundesligaspieler an.

Erneut musste sich Dardai auch anhören, dass seine Mannschaft in der Hinrunde nur so erfolgreich war, weil sie den Stil des FC Augsburg kopiert habe.

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"Wenn einer erzählt, dass das ähnliche Spielphilosophien sind, muss er nur das heutige Spiel analysieren", äußerte der Ungar, wehrte sich und wies auf den Ballbesitz hin.

Hertha habe mit 65 Prozent ein ganz anderes Gesicht gezeigt als der FCA, der mit 35 Prozent auf Konter gelauert habe.

Weinzierl attackiert erneut

Augsburgs Trainer Markus Weinzierl wiederholte jedoch seine Vorwürfe. "Wenn man Hertha in der letzten Saison gesehen hat, dann war das wirklich schlecht", stichelte der Coach nach dem 0:0 und meinte über die neue Spielweise der Berliner: "Das erinnert mich an den FC Augsburg aus dem letzten Jahr." (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Wie Weinzierl bekräftigte, sollen die Hauptstädter nicht nur beim schnellen Umschaltspiel abgekupfert haben, sondern sowohl in der Defensive als auch in der Offensive ganze Spielzüge übernommen haben.

"Seit Sommer machen sie es so wie wir. Das war das 0:0 doch heute nur logisch", lästerte auch FCA-Keeper Marwin Hitz.

Hitz hatte in der ersten Halbzeit mit großartiger Parade gegen Vedad Ibisevic gerettet. Kurz zuvor hatte Ibisevic nach einem Offensivfoul Gelb gesehen.

"Er kann froh sein, dass er nicht runtergeflogen ist", sagte Weinzierl, der seine Mannschaft besser sah als die Berliner: "Für uns war heute hier mehr drin, weil das Unentschieden für Hertha glücklich war."

Die Berliner müssen nun in den nächsten Wochen zeigen, dass sie gefestigt sind und Rückschläge wegstecken können. Wichtig dabei ist auch, dass der Kader komplett bleibt.

Schalkes Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies schockte derweil mit der Ansage, er wolle Manndecker John Brooks loseisen. "Uns liegen keine offiziellen Anfragen vor", entgegnete Herthas Manager Michael Preetz.

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