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Die Spieler des VfL Wolfsburg gedenken ihres verstorbenen Mitspielers Junio Malanda
Die Spieler des VfL Wolfsburg erinnern an ihren verstorbenen Mitspieler Junior Malanda © Twitter/@VfL_Wolfsburg

Ein Jahr nach der Tragödie um Junior Malanda erinnern Wolfsburgs Spieler an den Tod ihres Kollegen. Der Klub bestätigt zudem eine Versicherung gegen "solche Extremfälle".

Die Mannschaft des VfL Wolfsburg hat im Trainingslager in Lagos/Portugal ihres genau vor einem Jahr tödlich verunglückten Mitspielers Junior Malanda gedacht.

Trainer Dieter Hecking versammelte seine Spieler am Sonntag vor der ersten Übungseinheit auf dem Platz zu einer Schweigeminute. Auf den Trainingsshirts der Spieler war ein grünes Herz mit der 19 aufgedruckt - Malandas Rückennummer beim VfL.

"Für immer in unseren Herzen! Ruhe in Frieden, Junior!", schrieb der Klub auf seinem Twitter-Account. Am Sonntag öffnete der deutsche Fußball-Pokalsieger zum Jahrestag die Kapelle in der VfL-Arena (10.00 bis 16.00 Uhr), um allen Fans ein gemeinsames Gedenken zu ermöglichen.

"Es bleibt weiterhin eine Tragödie und ein großer Verlust, in erster Linie für Juniors Familie - aber auch für den VfL Wolfsburg, für seine Fans, Spieler und Mitarbeiter", sagte Manager Klaus Allofs.

In der Bild am Sonntag bestätigte der Sportchef auch, dass der Verein gegen Malandas Unfalltod versichert gewesen sei und Geld bekommen habe.

"Wir haben Versicherungen für solche Extremfälle", sagte Allofs: "Das war in diesem Fall so. Wir waren also versichert. Das steht aber in keinem Verhältnis zum menschlichen Wert des Spielers."

An Nachmittag des 10. Januar 2015 war der Touareg des belgischen U21-Nationalspielers auf der A2 bei Porta Westfalica von der Straße abgekommen und hatte rechts die Leitplanke durchbrochen. Malanda, der unangeschnallt auf der Rückbank saß, wurde aus dem Auto geschleudert und war sofort tot.

Juristisch ist der Fall noch nicht abgeschlossen. Dem Fahrer droht ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung. Am Steuer saß ein Freund Malandas, ebenfalls ein Jungprofi. Die Überarbeitung eines Gutachtens steht noch aus. Erst danach entscheidet sich, ob gegen den Fahrer ein Hauptverfahren eröffnet wird.

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