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Hans-Joachim Watzke fordert mehr Selbstbewusstsein von der Bundesliga im Kampf mit der Premier League. Einen Seitenhieb gibt es obendrauf.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke fordert die Bundesliga im Kampf mit der englischen Premier League zu mehr Selbstbewusstsein auf.

"Ich habe vor den Engländern keine Angst. Wir müssen mal unsere Qualitäten in den Vordergrund rücken", sagte der 59-Jährige im Interview mit der Kölnischen Rundschau und dem Bonner General-Anzeiger zur vermeintlichen Unterlegenheit der deutschen Eliteklasse gegen die finanziell deutlich besser ausgestatten Klubs von der Insel.

"Die Bundesliga", erläuterte Watzke, "muss sich nicht verstecken, sie ist fußballerisch nicht einen Deut schlechter als die Premier League. Wir haben super Stadien mit einer riesigen Fabnbegeisterung, der Zuschauerschnitt ist deutlich höher, bei uns wird ein toller Fußball gespielt, wir haben eine erstklassige Nachwuchsarbeit."

Süffisant fügte der BVB-Boss hinzu: "Wir sind Weltmeister, während die Engländer im Sommer ein großes Fest feiern können: 50 Jahre ohne Titel."

Seinen eigenen Klub sieht Watzke gegenüber den Vereinen aus dem Fußball-Mutterland nicht im Nachteil und fürchtet deswegen auch nicht den Verlust von Spitzenkräften an englische Teams: "Auch in der Premier League kommen nur vier Vereine in die Champions League. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Leistungsträger von Borussia Dortmund zu Norwich City oder Crystal Palace wechseln. Der BVB ist in Europa unter den besten zehn Klubs, das ist eine erstklassige Adresse."

Watzke sieht BVB wieder als Nummer zwei

Zumal Watzke die Borussen nach der Schwächephase in der vergangenen Saison in Deutschland auch wieder als Nummer zwei hinter dem Branchenführer FC Bayern etabliert sieht.

"Da muss man sich ja nur mal die Tabelle ansehen: Wir stehen zwölf Punkte vor dem VfL Wolfsburg. Wir haben unsere angestammte Position zurückerobert."

Dortmunds Chancen zu einem ernsthaften Angriff auf München wie bei den Titelgewinnen 2011 und 2012 schätzt Watzke allerdings eher gering ein: "Man darf nicht vergessen, dass wir in den beiden Jahren nicht nur deshalb Meister geworden sind, weil wir so stark waren, sondern auch weil die Bayern nicht alles richtig gemacht haben. Seitdem hat sich dieser Verein noch einmal unfassbar verbessert. Um wieder richtig Spannung reinzubringen, müssten die Bayern anfangen, Fehler zu machen. Und der FC Bayern macht seit Jahren so gut wie keine Fehler."

Aufgrund von Dortmunds Rückkehr in die deutsche Spitze ist für Watzke das Comeback in der Champions League das nächste Ziel.

"Das ist die beste Möglichkeit, den Verein nachhaltig zu entwickeln. Außerdem wäre unsere Rückkehr in die Königsklasse auch gut für die Liga, weil wir in den letzten Jahren nach dem Flaggschiff Bayern München am meisten für das Ansehen der deutschen Klubs getan haben", sagte der BVB-Chef.

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