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Fans des FC Bayern beim Auswärtsspiel bei Dinamo Zagreb
Fans des FC Bayern beim Auswärtsspiel bei Dinamo Zagreb © Getty Images

Nach dem Vertrag des FC Bayern mit einem Sponsor aus Katar bezieht nun die Fanklub-Vereinigung Club Nr. 12 Stellung zu dem Deal. Die Anhänger kündigen eine Veranstaltung an.

Nachdem der FC Bayern einen neuen Sponsor aus Katar vorstellte hat nun die Fanklub-Vereinigung Club Nr. 12 zu dem Deal Stellung bezogen.

"Nicht ohne ein wenig Verwunderung hat der Club Nr. 12 die Ankündigung der neuen Partnerschaft zwischen der FC Bayern München AG und dem Hamad International Airport zur Kenntnis genommen. Der nun verkündete Deal belegt, wie sehr die Internationalisierung unseres Vereins inzwischen voran geschritten ist", hieß es in einem Statement auf der Internetseite des Club Nr. 12.

Verweis auf Financial Fairplay

Der Rekordmeister hatte am vergangenen Mittwoch den Vertrag mit dem Flughafen in Doha bekanntgegeben.

Die Bayern hatten diesen Winter zum sechsten Mal in Folge ihr Trainingslager in Katar abgehalten. Wegen der Menschenrechtslage in dem Land hatten sich die Münchner deshalb viel Kritik gefallen lassen müssen.

Der Club Nr. 12 merkte in seiner Stellungnahme weiter an: "Bereits seit einigen Jahren engagieren sich verschiedene staatliche Organisationen aus Katar finanziell bei großen europäischen Fußballclubs. Ein Teil dieser Deals wurde - auch von Offiziellen des FC Bayern - als Verstoß gegen die Financial-Fairplay-Regeln der UEFA gewertet. Wir gehen davon aus, dass sich der nun abgeschlossene Vertrag im Rahmen des UEFA-Reglements bewegt und die vereinbarten Leistungen zwischen den beiden Vertragspartnern in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen."

Veranstaltung geplant

Derzeit wollen sich die Anhänger aber nicht an den Diskussionen zu dem Thema beteiligen: "Für die nächsten Tage rechnen wir in Fankreisen und Teilen der Presse mit emotionalen Diskussionen. Der Club Nr.12 wird sich an dieser Diskussion zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht beteiligen. Stattdessen wollen wir unseren Teil dazu beitragen, die Debatte auf eine sachlichere und fundiertere Ebene zu verschieben."

Man plane deshalb im März eine Veranstaltung, bei der unter anderem mit Vertretern der Menschenrechtsorganisation Amnesty International über die Abwägung von wirtschaftlichen Interessen und moralischen Bedenken bei Sponsoring-Deals diskutiert werden soll.

"Unstrittig ist für uns, dass für den FC Bayern bei der Wahl seiner Partner nicht ausschließlich wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielen dürfen. Wir sind jedoch überzeugt davon, dass diese Haltung auch in unserer Vereinsführung geteilt wird", schrieb die Fanklub-Vereinigung weiter.

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