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Kapitän Fritz führt Werder zum Sieg
Die Bremer bejubeln den Treffer von Kapitän Clemens Fritz © Getty Images

Gelsenkirchen - Werder Bremen dreht einen Rückstand gegen Schalke 04. Das liegt vor allem an Clemens Fritz, der in seiner Offensiv-Leistung explodiert - und an jedem Tor beteiligt ist.

FC Schalke 04 hat die Gunst der Stunde nicht genutzt und den Sprung auf einen Champions-League-Platz verpasst.

Nachdem die Konkurrenten im Rennen um die Königsklasse gepatzt hatten, rutschten auch die Gelsenkirchener beim 1:3 (1:1) gegen den Abstiegskandidaten SV Werder Bremen böse aus.

Statt auf Platz vier zu klettern, blieben die Königsblauen nach einer erschreckend schwachen zweiten Hälfte Tabellensechster.

Die Hanseaten vergrößerten mit dem ersten Bundesliga-Sieg seit dem 8. November (2:1 in Augsburg) den Abstand zu den Abstiegsplätzen auf vier Punkte.

© SPORT1-Grafik

Matip trifft per Kopf

Der umworbene Abwehrspieler Joel Matip brachte die Schalker früh in Führung (4.). Doch weil die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter auch beste Chancen nicht zu weiteren Toren nutzte, konnte Clemens Fritz in seinem 300. Bundesligaspiel für die Bremer ausgleichen (43.). (Die Statistiken zum Spiel)

Mit seinem 179. Bundesligator ließ Altstar Claudio Pizarro Werder schon jubeln (54.), ehe Anthony Ujah in der 89. Minute alles klar machte. Beide Treffer bereitete der Bremer-Kapitän Fritz vor. Matchwinner Fritz sagte: "Wir haben das Glück des Tüchtigen gehabt."

Die Schalker konnten die Niederlage nicht fassen. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, aber unsere Chancen nicht verwertet", sagte Matip nach dem Abpfiff bitter enttäuscht.

Und Klaas-Jan Huntelaar konstatierte: "Ich bin fassungslos, Wir haben das beste Spiel seit langem gemacht und verlieren."

Schalke musste neben dem langzeitverletzten Weltmeister Benedikt Höwedes auch Linksverteidiger Dennis Aogo (Achillessehnenbeschwerden) ersetzen.

Die Winter-Zugänge Alessandro Schöpf (1. FC Nürnberg) und Younes Belhanda (Dynamo Kiew) kamen noch nicht zum Zug.

Werder-Trainer Viktor Skripnik bot dagegen den vom FC Chelsea ausgeliehenen Papy Djilobodji in der Innenverteidigung auf. Zudem setzte er mit Claudio Pizarro und Anthony Ujah mutig auf zwei Stürmer.

Die frühe Schalker Führung erinnerte an den starken Start in der Hinrunde: Eckball Johannes Geis, Kopfballtor Matip - so lautete schon zu Beginn der Saison dreimal das Erfolgsrezept. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Bremen spielt mutig nach vorne

Der Deutsch-Kameruner unterstrich mit seinem vierten Saisontreffer einmal mehr seinen besonderen Wert für Königsblau.

 Bis Ende des Monats soll es bei einem abschließenden Gespräch mit Sportvorstand Horst Heldt Klarheit über die Zukunft des 24-Jährigen geben, dessen Vertrag im Sommer ausläuft und der mit einem Wechsel nach England liebäugelt.

Das früheste 1:0 der Saison spielte den Gelsenkirchenern in die Karten. Bremen mauerte nicht stur, sondern suchte sein Heil auch in der Offensive.

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.15 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Für die schnell kombinierenden Schalker boten sich Räume, die sie in den letzten Heimspielen nur selten zur Verfügung gehabt hatten. Allerdings fehlte die letzte Präzision: Die größten Chancen zum 2:0 hatte Klaas-Jan Huntelaar, der mit einem Heber die Latte traf (27.) und völlig freistehend über das Tor schoss (34.).

Bei Werder musste Philipp Bargfrede noch vor der Pause verletzt vom Platz, mit Zlatko Junuzovic kam eine weitere Offensivkraft.

Bremen belohnte sich für den Mut mit dem - allerdings überraschenden - Ausgleich durch Fritz.

Schalkes schludrige Chancenverwertung setzte sich auch nach der Pause fort, Leroy Sané schoss über das leere Tor (47.). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Pizarro nutzte wenig später eine Flanke von Fritz ganz cool zur Werder-Führung, ehe Ujah erneut auf Vorarbeit des starken Fritz den Sieg klar machte.

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