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Franck Ribery verrät, dass der künftige Bayern-Trainer Carlo Ancelotti ihn einst von den Bayern weglocken wollte. Zudem spricht er über sein Verhältnis zu Pep Guardiola.

Bayern-Star Franck Ribery blickt der bevorstehenden Rückrunde, vor allem aber auch der Zusammenarbeit mit dem künftigen FCB-Trainer Carlo Ancelotti zuversichtlich entgegen.

In einem Interview mit der Sport Bild verriet der Franzose, dass Ancelotti, der ab Sommer beim deutschen Rekordmeister auf der Bank sitzen wird, ihn einst zum FC Chelsea locken wollte.

"Er wollte mich 2009 nach Chelsea holen, das heißt, dass er mich als Spieler mag. Das ist super", sagte Ribery. Ancelotti hatte die Londoner von 2009 bis 2011 trainiert.

"Ein toller Trainer und Mensch"

"Ich denke, Ancelotti ist ein toller Trainer und Mensch. Mit der Kommunikation wird es einfach, durch seine Zeit bei PSG spricht er ja Französisch. Ich habe viel Positives über ihn gehört", sagte Ribery und fügte hinzu:

"Wir haben uns schon gesehen, aber noch nicht intensiv gesprochen. Aber ich habe oft gehört, dass er zu seinen Spielern einen sehr guten Kontakt hat. Genau diese Art von Trainer tut mir gut."

Rückkehr ins Mannschaftstraining "in zehn, 15 Tagen"

Gut getan haben dem zuletzt immer wieder verletzten Offensivmann offensichtlich auch seine individuellen Einheiten im zurückliegenden Trainingslager der Bayern in Doha.

"Ich habe gut gearbeitet und kann auch schon ein bisschen schneller laufen. Meine Muskeln reagieren gut, das ist schön", erklärte er nach der Rückkehr am Münchner Flughafen und prognostizierte: "Wenn es gut läuft, kann ich in zehn, vielleicht 15 Tagen wieder mit der Mannschaft trainieren."

Zuletzt wenig Kontakt zu Guardiola

Gerade weil er so häufig verletzt war, sei das Verhältnis zu Noch-Bayern-Trainer Pep Guardiola zuletzt auch nicht mehr so intensiv gewesen wie zu Beginn, berichtete Ribery außerdem.

"Am Anfang, als Pep kam war alles super. Ich habe jedes Spiel gemacht, wir hatten eine super Phase, ich wurde Europas Fußballer des Jahres, machte das Tor im europäischen Supercup, es hat alles gepasst", so der 32-Jährige: 

"Ab Februar, März 2014 kamen dann die Verletzungen. In der vergangenen Saison konnte ich kaum spielen, ich war nicht oft beim Team. Da ist es normal, dass wir weniger Kontakt hatten. So gab es auch nicht so viele Gespräche wie damals mit Jupp Heynckes in der Triple-Saison."

"Es ist etwas komplett anderes, ob du mit einem Trainer jeden Tag auf dem Platz stehst, dich austauschst, in der Kabine zusammen bist - oder eben nicht", erklärte Ribery und führte aus:

"Pep hat das auch leid getan, er war traurig. Es war eine schwere Situation für uns alle. Wir haben keine Probleme miteinander, aber das Verhältnis hätte ohne Verletzungen intensiver sein können."

Verletzungen haben "es Pep schwer gemacht"

Für den Abschied des spanischen Startrainers nach Ablauf der Saison zeigte Ribery indes Verständnis.

"Pep ist ein großer Trainer, aber das ist Fußball. Es gibt immer viele Wechsel bei Trainern und Spielern", sagte er und fügte mit Blick auf den bisher noch unvollendeten Traum der Bayern vom Champions-League-Triumph unter Guardiola hinzu:

"Wir haben eine gute Mannschaft. Aber viele Spieler waren eben auch immer wieder verletzt. Das hat es Pep schwer gemacht."

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