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Franz Beckenbauer steht dem Thema Video-Schiedsrichter offen gegenüber
Franz Beckenbauer steht dem Thema Video-Schiedsrichter offen gegenüber © Getty Images

Der 70-Jährige spricht sich für Probeläufe mit neuen technischen Hilfsmitteln für die Referees aus. Das Spiel dürfe aber "auf jeden Fall nicht darunter leiden".

Franz Beckenbauer steht dem Thema Video-Schiedsrichter im Fußball offen gegenüber.

"Man muss es testen und dem eine Chance geben. Die Torlinientechnik ist soweit getestet, dass man sie problemlos einsetzen kann", sagte der 70-Jährige am Samstag am Rande des Spiels zwischen dem FC Ingolstadt und dem 1. FSV Mainz 05 (1:0) bei Sky.

Gleichzeitig äußerte der "Kaiser": "Ich gebe aber zu bedenken, dass mögliche Unterbrechungen sich möglicherweise auf die Netto-Spielzeit auswirken. Das Spiel darf auf jeden Fall nicht darunter leiden."

Dem Start einer Testphase für Video-Schiedsrichter muss das für Regelfragen zuständige International Football Association Board (IFAB) des Weltverbandes FIFA auf seiner Jahresversammlung (4. bis 6. März in Cardiff/Wales) noch zustimmen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) möchte in der Testphase eine Vorreiterrolle einnehmen.

Am Freitag hatte die Europäische Fußball-Union (UEFA) die Einführung der Torlinientechnik unter anderem für die EURO 2016 in Frankreich beschlossen.

In der Bundesliga überwacht seit der laufenden Saison das britische Kamerasystem Hawk Eye die Tore, bei der WM 2014 in Brasilien hatte der Weltverband FIFA das deutsche GoalControl-System eingesetzt.

Auch in England, Italien (beide Hawk Eye) und Frankreich (GoalControl) wurde die technische Unterstützung für die Schiedsrichter bereits eingeführt.

Die UEFA hatte bislang lediglich auf zusätzliche Referees hinter den Toren gesetzt.

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