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Die Bayern-Spieler wollen in Katar den Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde legen © Getty Images

Doha - Matthias Sammer fordert von seinen Spielern maximale Konzentration auf den Erfolg - und warnt andernfalls vor fatalen Folgen. Das Triple ist für ihn aber kein Muss.

Sie wollen sich nicht blenden lassen beim FC Bayern.

Weder von der Sonne in Katar noch von den größtenteils herausragenden Leistungen in der ersten Saisonhälfte. "Wir wissen, dass es in der Hinrunde nichts Großartiges zu gewinnen gibt", sagte Sammer im Trainingslager in Doha im Gespräch mit SPORT1.

Fokus auf die Champions League

Dafür aber in der Rückrunde. Und neben dem Pokal und der Meisterschaft gibt es da ja noch einen anderen Pott, den die Bayern gerne in den Trophäenschrank der Säbener Straße verfrachten würden. Den für den Gewinn der Champions League.

Dort steht erst einmal der Kracher gegen Juventus auf dem Programm. Während die Bayern gerade daran arbeiten, wieder in Schwung zu kommen, feierte die alte Dame am Mittwoch den achten Liga-Sieg in Folge. Sammer hat das Spiel im Hotel verfolgt - und zeigte sich sehr beeindruckt. "Juve und auch Barca sind schon jetzt in Topform", so der Sportvorstand. Die Bayern dagegen nicht.

Maximaler Erfolg

In den vergangenen zwei Jahren habe man in Katar zwar gut, aber nicht immer erfolgsorientiert genug gearbeitet.

Deshalb wird jetzt auch der Ablauf des Trainingslagers dem maximalen Erfolg untergeordnet. Die Einheiten am Nachmittag werden entgegen dem letzten Jahr allesamt unter Ausschluss von Zuschauern und mitgereisten Journalisten stattfinden.

Pep Guardiola wird trotz der Nominierung zum Welt-Trainer des Jahres am 11. Januar (LIVE im TV auf SPORT1) nicht zur Gala nach Zürich fliegen.

Keine Nebenkriegsschauplätze

"Wir müssen hier in bestmögliche geistige und körperliche Verfassung kommen. Wir müssen alle Nebenkriegsschauplätze, die es in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten gegeben hat, beiseiteschieben. Die Mannschaft muss in den Mittelpunkt rücken", sagte Sammer zu SPORT1.

"Auf dem Level, auf dem wir uns befinden, kann ein Prozent weniger Fokussierung, ein kleiner Denkfehler, katastrophale Auswirkungen haben", mahnte der 48-Jährige.

Umso wichtiger, dass sich Pep Guardiola vor dem Abflug nach Katar ob seines anstehenden Abschieds in die Premier League erklärt hat - und damit eine Baustelle vorzeitig geschlossen werden konnte.

"In meinen Augen hat er alles in seiner Pressekonferenz am Montag glänzend erklärt und damit eine Art Cut gemacht. Die Spieler haben geäußert, dass sie selbst den Hunger haben, viel zu erreichen. Was dabei herauskommt, weiß ich nicht", so Sammer.

Triple kein Muss

Auf das Triple wollte er sich jedenfalls nicht festnageln lassen. "Wir sollen nach 2013 schon wieder das Triple holen müssen? So einen Schwachsinn habe ich überhaupt noch nicht gehört", schimpfte Sammer: "Man darf nicht immer darüber sprechen, die Champions League kommt zu dir. Wenn man die richtigen Voraussetzungen schafft, ist die Chance auf Erfolg groß."

In Katar sollen die ersten Schritte in die richtige Richtung gemacht werden.

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