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'Tag der Legenden'
Matthias Sammer (l.) und Jürgen Klopp (r.) hatten diverse Streitigkeiten © Getty Images

Doha - Matthias Sammer und Jürgen Klopp sind nicht als beste Freunde bekannt. Doch in Bezug auf die Verletztenmisere zeigt Sammer Mitleid mit dem Liverpool-Coach.

Verletzungen: Sie ziehen sich wie ein roter Faden durch die letzten Jahre des FC Bayern. Doch auch auf der Insel ist man nicht vor Blessuren gefeit. Vor allem wenn man beim FC Liverpool spielt.

Seit Jürgen Klopp dort vor drei Monaten das Traineramt übernommen hat, werden die Reds von einer Verletzungsflut heimgesucht. Am Mittwoch hatte Liverpool beim 1:0-Sieg im Halbfinal-Hinspiel des Ligapokals bei Stoke City mit Philippe Coutinho und Dejan Lovren erneut zwei Spieler - wieder einmal mit Oberschenkelproblemen - verloren.

Sammer fühlt mit Klopp

Da hat selbst der ebenfalls arg gebeutelte FC Bayern Mitleid mit dem einstigen Rivalen. "Ich habe verfolgt, was bei Jürgen Klopp in England passiert. Ich glaube, er hat jetzt überhaupt keinen Innenverteidiger mehr", sagte Sportvorstand Matthias Sammer im Trainingslager in Katar: "Es ist einfach Wahnsinn, dass in England den Winter über durchgespielt wird. Ich bin froh, dass wir die Winterpause haben."

Geht es nach einigen englischen Kollegen Klopps, ist allerdings der laufintensive Spielstil des Deutschen Schuld an den vielen Ausfällen. Zu Dortmunder Zeiten hatte er den Verschleiß-Vorwurf immer bestritten, dort gab es aber auch eine Winterpause. "Wir müssen sehen, ob wir etwas ändern müssen, ob die Belastung im Training möglicherweise zu groß ist", meinte Klopp nun.

Zwei Trainer, ein Problem

Fragen zu diesem Thema muss sich auch sein Pendant aufseiten der Bayern, Pep Guardiola, immer wieder gefallen lassen. In den drei Trainingseinheiten in Katar ist bisher allerdings kein neuer Verletzter hinzugekommen.

Zwar konnte Arjen Robben am Donnerstag nicht trainieren, das hatte aber gesundheitliche und schnell vorbeigehende Gründe. Stattdessen steht David Alaba dicht vor einer Rückkehr ins Mannschaftstraining - möglichweise sogar noch in Katar. Franck Ribery und Medhi Benatia sind zumindest wieder ins Lauftraining zurückgekehrt.

Kommt dann auch noch Mario Götze wieder in Form, hat Guardiola die Qual der Wahl. Ein Problem, das Klopp nur zu gerne hätte.

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