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Gummersbach - Am Rande des Sparhandy Cups in Gummersbach spricht Reiner Calmund über seinen Rat für Uli Hoeneß. Sein langjähriger Weggefährte solle sich als Ehrenpräsident mehr Ruhe gönnen.

Reiner Calmund ist bekannt für klare Worte.

Am Rande des Sparhandy Cups in Gummersbach (LIVE im TV auf SPORT1) hatte der ehemalige Sportchef von Bayer 04 Leverkusen einen Rat für seinen langjährigen Weggefährten Uli Hoeneß parat.

"Ich als Freund würde ihm sagen: Mensch Uli, mach Ehrenpräsident, das hast du dir verdient, da hast du ein bisschen mehr Ruhe. Du hast ein schönes Haus am Tegernsee, dann gehst du häufiger da hin, du wirst auch nicht jünger", sagte Calmund auf SPORT1.

Bei möglichen Transfers könne sich Hoeneß aber zeigen.

"Bei der einen oder anderen Situation kommt der Uli dazu und greift bei einem Transfer ein. Denn es ist ja schon immer noch etwas Besonderes, wenn Uli durch die Tür kommt. Dann gäbe es auch keine Eifersüchteleien, das würden auch Hopfner und auch Rummenigge positiv sehen", so Calmund.

Calmund adelt Hoeneß

Calmund wies zudem auf Hoeneß' Verdienste hin.

"Er hat als Spieler und Manager über 50 große Titel geholt. Das wird niemals wieder jemand schaffen", sagte er: "Er hat Bayern mit Schulden übernommen und zu einem wirtschaftsstarken Giganten aufgebaut. Es ist ihm gelungen, mit Rummenigge, Hopfner, Dreeßen, Reschke immer die richtigen Leute zu holen."

Calmund betonte, die Bayern hätten "Weltmeister in kurzen Hosen auf dem Platz laufen, aber auch jede Menge Weltmeister in langen Hosen in den Büros sitzen. Das ist ein großer Verdienst von Uli Hoeneß."

Hoeneß, der zuletzt seinen 64. Geburtstag feierte, verbüßt mittlerweile als Freigänger seine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung.

Bereits in diesem Frühjahr könnte Hoeneß aus dem Gefängnis kommen. Ende Dezember stellte er einen Antrag auf Gewährung der Halbstrafe. Wird diesem vom Landgericht Augsburg mit Sitz in Landsberg/Lech stattgegeben, würde Hoeneß auf Bewährung aus der Haft entlassen werden.

Bayern als "Flagschiff"

Generell lobte Calmund den deutschen Rekordmeister in höchsten Tönen.

"Bayern ist für mich und jeden das Flagschiff. Sie haben es verstanden, ihre Erfolge auch wirtschaftlich umzumünzen. Das machen sie großartig, da muss man nur sagen: weiter so", sagte der 67-Jährige.

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