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Sinan Kurt äußert sich nach seinem Wechsel nach Berlin über seine Startschwierigkeiten beim FC Bayern. Sein neuer Trainer erklärt bei SPORT1, was dem Youngster noch fehlt.

Sinan Kurt zeigt  sich nach seinem Transfer vom FC Bayern zu Hertha BSC selbstkritisch.

"Sicher habe ich auch Fehler gemacht. Man kann's immer besser machen", sagte Kurt dem kicker mit Blick auf seine Zeit in München, wo er sich nicht behaupten konnte.

"Zu schnell zufrieden"

"Ich bin eigentlich ein ruhiger Junge. Früher war ich manchmal vermutlich zu schnell zufrieden. Da habe ich auf andere hin und wieder etwas lustlos gewirkt. Aber das ist jetzt vorbei."

Dabei helfen will auch sein neuer Trainer. "Er ist ein großes deutsches Talent. Aber danach ist bei uns Mentalität und Qualität gefragt. Er hat die Qualität. Ich hoffe, er hat später auch die Mentalität", sagte Pal Dardai zu SPORT1.

Worauf es bei Kurt nun ankomme? "Wir werden ihm die Brücke in den Männerfußball bauen. Es macht mir als Trainer auch Spaß, mit solch einem talentierten Jungen zu arbeiten. Bis jetzt hat er es im Männerbereich noch nicht geschafft. Jetzt hat er bei uns die Möglichkeit."

Dabei wolle Dardai den 19-Jährigen nicht unter Druck setzen. Er bekomme die Zeit "erstmal im nächsten halben Jahr anzukommen, auch zu schauen, wie die Stadt Berlin und wie unser Training ist. Und dann geht's los."

Kurt aus Bayern-Kader verbannt

Beim FC Bayern war Kurt, der von Borussia Mönchengladbach an die Isar gekommen war, im Sommer aus dem Profibereich in die U23 versetzt worden.

Der 19-Jährige sagte über die Entscheidung der Bayern-Verantwortlichen: "Das war nicht so gut für mich. Und ich war damit auch nicht besonders glücklich. Trotzdem habe ich auch in dem halben Jahr viel gelernt."

Angeblich soll Kurt nach Informationen der Bild damals auch deshalb aus dem Profi-Kader verbannt worden sein, weil er einen extravaganten Ausflug per Hubschrauber unternahm.

Im Sommer, vor Saisonstart der Bundesliga, war er während eines Kurzurlaubs in Südfrankreich demnach mit einem Hubschrauber von Cannes nach St. Tropez geflogen. Kostenpunkt für den extravaganten Ausflug: 1.900 Euro für knapp 74 Kilometer Flug.

"Nach dem China-Trainingslager hatte die Mannschaft drei Tage frei, Sinan flog mit drei Freunden nach Cannes", sagte Berater Michael Decker: "Dort gab's das Angebot für den Hubschrauber-Flug. Die Kosten von 1900 Euro haben sich die Jungs geteilt."

Wechsel zu Bayern kein Fehler

Nun möchte Kurt in Berlin neu starten.

Sein Schritt zum Rekordmeister sei aber trotzdem der richtige gewesen: "Ich bereue den Wechsel nicht, ich würde den Schritt in jungen Jahren immer wieder so machen. Ich war ein Jahr komplett bei den Profis und habe dort viel gelernt und viel gewonnen."

Kurt hat die Superstars in München genau beobachtet: "Das Niveau im Training ist dort von A bis Z Weltklasse. Ich habe auf meiner Position vor allem bei Arjen Robben und Franck Ribery genau hingeschaut."

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