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Mario Götze arbeitete im Trainingslager in Katar an seinem Comeback
Mario Götze wurde mit Deutschland 2014 Weltmeister © Getty Images

Bayern-Star Mario Götze schuftet hart für sein Comeback. Es geht jetzt um seine Zukunft. Matthias Sammer bügelt alle Spekulationen ab, Götze schließt einen Wechsel nicht aus.

Neues Jahr, neuer Angriff. Mario Götze reiste trotz einer noch nicht hundertprozentig ausgeheilten Verletzung mit ins Trainingslager des FC Bayern nach Doha.

Dort schuftet der 23-Jährige hart für sein Comeback, das er für Februar plant. Dann will er sich wieder in die Mannschaft von Pep Guardiola spielen, der ihn vor seinem Muskelfaserriss im Oktober immerhin sechs Mal über 90 Minuten hat durchspielen lassen. Vier Tore gelangen dem offensiven Mittelfeldspieler in dieser Zeit.

Vorspielen für drei Trainer?

Sollte er in ein paar Wochen tatsächlich topfit auf den Platz zurückkehren, könnte er sich gleich in mehrfacher Hinsicht empfehlen.

Seinem jetzigen Trainer für die Zeit, in der es in die entscheidenden Spiele um die angestrebten Titel geht, Bayerns zukünftigen Coach Carlo Ancelotti – oder doch seinem ehemaligen Trainer Jürgen Klopp?

Angesichts der akuten Verletzungssorgen beim FC Liverpool und des guten Verhältnisses zwischen Götze und Klopp kursieren bereits erste Meldungen über einen möglichen Wechsel des WM-Finalhelden, dessen Vertrag in München bis 2017 läuft.

SPORT1-Kolumnist und England-Experte Raphael Honigstein kann sich diesen Transfer durchaus vorstellen. "Götze ist sicherlich verletzt genug für einen Wechsel nach Liverpool", twitterte Honigstein im Scherz, fügte dann aber ernsthaft an: "Das könnte im Sommer schon passieren."

Götze schließt Wechsel nicht aus

Götze selbst kann sich einen Wechsel vorstellen. "Es ist alles offen, wie es nach der Saison weitergeht", sagte er der Sport Bild.

"Ich habe bis 2017 Vertrag. Aber natürlich ist es wichtig, wie mich der neue Trainer sieht. Was der Trainer vor hat, ist das das alles Entscheidende", sagte Götze weiter: "Deshalb muss man sehen, wie es weitergeht. Ich habe mich damit zuletzt wegen der Verletzung wenig beschäftigt, aber wie gesagt: es ist alles offen, das kommt auf die Planung des Vereins und des neuen Trainers an."

Götze spielte bereits zwischen 2010 und 2013 erfolgreich unter Klopp. Bei den Bayern läuft sein Vertrag noch bis 2017, müsste also von den Reds herausgekauft werden. Angesichts der finanziellen Möglichkeiten in der Premier League dürfte die Ablösesumme für die Reds jedoch kein großes Problem darstellen.

Sammer spricht von "Blödsinn"

Schwerer wiegt da das Veto der Bayern-Bosse.

"Es kommt jeden Tag neuer Blödsinn. Mehr werde ich dazu nicht mehr sagen", sagte Matthias Sammer am Freitag kategorisch der Sport Bild.

Götze gibt sich in Katar ansonsten eher diplomatisch. "Ich habe eine wichtige Saison vor mir. Ich tausche mich immer wieder mit dem Trainer aus und will, wenn ich zurück bin, schnell wieder eine gute Rolle einnehmen", sagte er.

Spekulationen im Sommer

Im Sommer hatte er noch selbst Wechselspekulationen zu Juventus ("eine sehr, sehr gute Mannschaft") angeheizt.

Auch Guardiola setzt in der Rückrunde auf einen starken Götze. "Mario hatte vor seiner Verletzung ein sehr hohes Niveau, ich hoffe er kommt genauso stark zurück", sagte der Coach vor dem Abflug nach Doha.

Zunächst gilt Götzes Hauptaugenmerk sowieso seiner kompletten Regeneration bei den Bayern.

"Ich habe keine Schmerzen mehr", sagte er. Ende Januar will er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Schon im Urlaub hatte er an seiner Rückkehr gearbeitet. In seinen Weihnachtsurlaub in Dubai nahm Götze einen Fitnesstrainer und einen Physiotherapeuten auf eigene Kosten mit.

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