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Michael Schade ist seit 2013 Geschäftsführer bei Bayer Leverkusen
Michael Schade fordert ein härteres Durchgreifen beim Financial Fairplay © Getty Images

Bayer Leverkusens Geschäftsführer Michael Schade findet, dass Financial Fair Play müsste "viel energischer durchgesetzt" werden. Große Klubs würden bevorzugt.

Geschäftsführer Michael Schade von Bayer Leverkusen hat ein rigoroseres Durchgreifen beim Financial Fair Play im europäischen Fußball gefordert.

"Den Gedanken des Financial Fair Play finde ich grundsätzlich gut und richtig", sagte Schade beim SpoBis in Düsseldorf: "Aber er müsste viel energischer durchgesetzt werden."

Schade berichtete davon, "dass auf Sitzungen der ECA (die Europäische Klub-Vereinigung, d. Red.) immer mal wieder kleine Vereine genannt werden, die kaum einer kennt und die wegen 200.000 oder 300.000 Euro ausgeschlossen werden.

Dann klopfen sich alle auf die Schulter und sind begeistert, wie gut das Fair Play klappt. Wenn man bei ein paar großen Klubs besser hinschauen würde, würde man sicher auch Ansätze finden, die gegen das Financial Fair Play sprechen. Aber man schaut nicht hin, weil man die Vereine braucht".

Präsident Klaus Hofmann vom Liga-Rivalen FC Augsburg hat derweil "schon das Gefühl, dass auch in Deutschland ein bisschen nach dem Tragfähigkeitsprinzip gearbeitet wird". Der "Verdacht kommt auf", sagte Hofmann: "Wenn Aalen mit einem Punktabzug bestraft wird und andere, auch Bundesligisten, riesige Verluste kommunizieren, überlegt man sich auch in Augsburg, warum wir daran arbeiten, dass unser Eigenkapital zum ersten Mal seit Jahren positiv ist."

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