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München - Jerome Boateng taucht bei einem Termin des FC Bayern in einer Hose mit Nike-Logo auf. Der Sprecher von Bayern-Ausrüster Adidas zeigt sich bei SPORT1 verärgert darüber.

Sportartikelhersteller Adidas ist verärgert, weil Weltmeister Jerome Boateng vom FC Bayern bei der Neueröffnung des Fanshops an der Säbener Straße am Dienstag eine Trainingshose seines Sponsors Nike trug.

Man werde wegen des Vorfalls ein Gespräch mit den Bayern-Verantwortlichen führen, sagte Adidas-Sprecher Oliver Brüggen bei SPORT1: Es sei Boateng aufgrund des Vertrages mit dem Verein nicht erlaubt gewesen, bei der Veranstaltung Nike-Artikel zu tragen.

Nicht die erste Guerilla-Aktion

Es war nicht das erste Mal, dass Bayern-Spieler in unerlaubter Weise Promotion für Nike machen.

Boateng, Kimmich, Vidal, Thiago und Costa (von links) fotografierten sich mit ihren Schuhen
Boateng, Kimmich, Vidal, Thiago und Costa (von links) fotografierten sich mit ihren Schuhen © Instagram / jeromeboateng

Schon bei der Vorstellung von Mario Götze im Jahr 2013 hatte es Wirbel gegeben. Bei seinem ersten offiziellen Termin trug Götze ein T-Shirt mit großem Nike-Logo auf der Brust.

Im Oktober 2015 ließen sich fünf FCB-Stars in der Bayern-Kabine demonstrativ mit ihren Nike-Schuhen ablichten.

Damals auch schon mit dabei: Jerome Boateng – einer der wichtigsten Nike-Werbeträger in Deutschland.

Adidas fordert Durchgreifen

Bereits nach dem Kabinenfoto hatte der FC Bayern angekündigt, künftig genauer aufpassen zu wollen. Und Spieler bei einem Fehlverhalten auch zu bestrafen.

Adidas-Sprecher Brüggen forderte nun bei SPORT1 ein härteres Durchgreifen des Vereins gegen Spieler, die versuchen auf Umwegen im Bayern-Umfeld Werbung für den Konkurrenten zu machen.

Adidas ärgere sich über ein solches Verhalten der Bayern-Spieler und die wiederholte derartige Vorgehensweise des Konkurrenten Nike, erklärte Brüggen.

Ausrüstervertrag bis 2030

Seit vielen Jahrzehnten ist Adidas Partner des FC Bayern. Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach hält zudem 8,33 Prozent der Anteile an der FC Bayern München AG.

Erst 2015 verlängerte der deutsche Rekordmeister die Partnerschaft mit dem Konzern bis 2030.

Adidas soll das rund 60 Millionen Euro im Jahr wert sein. Trotzdem muss man sich immer wieder das Guerilla-Marketing von Nike gefallen lassen.

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