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München und Wolfsburg - Obwohl Geduld nicht seine Stärke ist, glänzt Franck Ribery erneut als Joker für die Bayern - und könnte in den entscheidenden Wochen zum wichtigen Faktor werden.

Franck Ribery lacht wieder. Das klingt banal, ist für alle Fans des FC Bayern aber eine wichtige Nachricht vor den entscheidenden Wochen der Saison.

Vor dem Spiel in Wolfsburg wurde Mannschaftsarzt Dr. Volker Braun zum Opfer von einem der gefürchteten Ribery-Scherze, Teamkollege David Alaba hielt das Ganze per Video fest und teilte es via Twitter.

Einen Tag später bekam der VfL zu spüren, dass der Franzose auch am Fußballspielen wieder jede Menge Spaß hat. Eine knappe Stunde bissen sich die Bayern am Vizemeister die Zähne aus, dann kam Ribery für Arjen Robben ins Spiel - und sorgte direkt für neuen Schwung.

Ribery: "Es war schön"

Durch ein beherztes Dribbling leitete er das 1:0 der Münchner durch Kingsley Coman ein, mit einer maßgenauen Brustablage legte er wenig später Robert Lewandowski das zweite Tor direkt vor.

"Es war schön, ich freue mich", sagte Ribery anschließend in der ARD über seine Gefühlslage: "Heute habe ich wieder viel gemacht - und das ist super."

Erst zum dritten Mal durfte der 32-Jährige nach langwieriger Verletzung wieder für die Münchner ran, zum dritten Mal kam er als Joker ins Spiel. Dass er damit (noch) kein Problem hat, stellte er schon bei seinem Comeback in der Vorwoche gegen Darmstadt unter Beweis. "Immer wenn ich auf der Bank bin, will ich rein, um meiner Mannschaft zu helfen", sagte Ribery nach dem Spiel in Wolfsburg.

Sonderlob von Pep Guardiola

Geduld ist nicht die große Stärke des Flügelflitzers. Das kam ihn in dieser Saison schon einmal teuer zu stehen. Mit Sprunggelenksproblemen fiel Ribery vom Saisonende bis Anfang Dezember aus. Es folgten zwei Kurzeinsätze - und dann ein Muskelbündelriss im Oberschenkel.

"Nach meiner langen Verletzung war ich vielleicht ein bisschen zu schnell zurück, deswegen hatte ich dann wieder Probleme mit meinen Beinen", sagt der französische Nationalspieler rückblickend, "aber jetzt ist es gut".

Gut auch für den FC Bayern, wie nicht zuletzt Pep Guardiola weiß. "Franck Ribery war mit seiner Stärke im Eins-gegen-Eins wichtig", lobte der Bayern-Coach seinen Rückkehrer nach dem Sieg in Wolfsburg.

Lahm lobt "überragende Bank" der Bayern

Auf insgesamt 86 Einsatzminuten in drei Spielen kommt Ribery in dieser Saison aktuell. An drei Toren war der Franzose dabei direkt beteiligt, in jedem Einsatz an einem. Daten, die nur ansatzweise beschreiben, welchen Einfluss der Publikumsliebling auf das Spiel der Bayern nehmen kann.

"Wir haben Glück, dass wir eine überragende Bank haben", sagte Lahm nach dem lange Zeit mühsamen Sieg - und meinte damit natürlich in erster Linie Ribery.

Wie lange der über seinen Job als Joker noch lachen kann, bleibt abzuwarten. Macht er so weiter wie zuletzt, wird ihm Guardiola aber ohnehin bald wieder eine größere Rolle zukommen lassen.

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