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Frank Wettstein (links) skizziert die finanzielle Situation des HSV © Imago

Finanzchef Frank Wettstein zeichnet ein düsteres Bild von der finanziellen Lage der Hanseaten. Der Abbau der Verbindlichkeiten habe dennoch derzeit nicht höchste Priorität

Finanzchef Frank Wettstein hat ein düsteres Bild vom Hamburger SV gezeichnet.

"Der Klub ist finanziell definitiv ein Sanierungsfall", sagte der 42-Jährige dem Wirtschaftsmagazin Finance und bestärkte damit die Aussagen von Coach Bruno Labbadia.

"Rosig sieht es nicht aus. Als wir kamen, waren wir sportlich ein Sanierungsfall. Jetzt sind wir finanziell in fast der gleichen Situation", sagte der Trainer im November der Sport Bild

Den derzeitigen Schuldenstand des Vereins beziffert Wettstein auf rund 90 Millionen Euro.

Um mittelfristig in ruhigere Fahrwasser zu kommen, habe die Akquise neuer Investoren derzeit höchste Priorität: "Wir arbeiten an der Ausgabe von neuem Kapital und ich erwarte, dass wir das in Kürze vollziehen", sagt Wettstein.

Die stetig wachsenden Verbindlichkeiten seien vor allem auf die jährlichen Stadionrückzahlungen von sechs bis acht Millionen Euro zurückzuführen. Die Restschuld liege aktuell bei noch 25 Millionen Euro.

Der aktuell prekären Situation zum Trotz habe die Reduzierung der Verbindlichkeiten nicht höchste Priorität: Vielmehr gehe es darum, "deren Fristigkeiten in einem Gesamtplan aufeinander abzustimmen."

Die wirtschaftliche Gesundung der Fußball AG ist für die nächsten zwei Jahre geplant.

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