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Wolfsburgs Coach glaubt nicht, dass Draxler sich von möglichen Anfeindungen wegen seiner Schalker Vergangenheit beeindrucken lässt. Klaus Allofs hofft auf einen fairen Umgang.

Trainer Dieter Hecking glaubt nicht, dass sich Julian Draxler bei seinem Auftritt auf Schalke im Dress des VfL Wolfsburg (Samstag, ab 15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) von möglichen Fan-Anfeindungen beeindrucken lässt.

"Ich glaube, im Moment ist das Spiel noch keine große Belastung für ihn. Erst kurz vor Anpfiff geht das los. Er hat für Schalke alles getan. Er ist immer noch verbunden zum Verein. Klar sind da negative Emotionen der ehemaligen Anhänger mit dabei, aber so wie ich Julian kenne, wird er damit umgehen können", so Hecking zu SPORT1.

Draxler erwartet Spießrutenlauf

Nationalspieler Draxler hatte zuvor zugegeben, dass er einen Spießrutenlauf in der Schalke-Arena erwartet: "Ich bin auf das Schlimmste vorbereitet. Von den 60.000 Zuschauern werden 55.000 gegen mich sein."

Der 22-Jährige war im Sommer für rund 36 Millionen Euro zum Werksklub gewechselt, zuvor hatte er seit seinem achten Lebensjahr das königsblaue Trikot getragen.

"Julian fühlt sich sehr wohl hier. Seit seiner Ankunft hat er sich toll eingelebt und das spürt man auch. Er hat eine offene Art. Das ist toll. Er selbst hat einen sehr hohen Anspruch an sich selbst. Klar hat bis jetzt noch nicht alles funktioniert. Trotzdem deutet er im Training immer wieder sein großes Talent an und arbeitet an sich. Ich denke, das allein spricht für Julian", so Hecking.

Allofs hofft auf fairen Empfang

Wölfe-Manager Klaus Allofs hofft derweil auf einen halbwegs normalen Empfang für Draxler.

"Ich fände es nicht fair, wenn ein Spieler, der sich nach wie vor Schalke verbunden fühlt, ausgepfiffen würde", sagte Allofs  den Wolfsburger Nachrichten.

An mögliche taktische Vorteile aus Draxlers königsblauer Vergangenheit glaubt Hecking im Gespräch mit SPORT1 indes nicht: "Wie bei jedem Gegner haben wir uns intensiv auf die Stärken und Schwächen vorbereitet. Und Julian kennt diese natürlich auch. Sollte ich darüber hinaus etwas besonderes wissen wollen, würde ich mir Julian beiseite ziehen"

Sportlich geht es für die Niedersachsen auf Schalke vor allem darum, den Anschluss an die Champions-League-Plätze nicht zu verlieren.

Trotz zuletzt sechs Spielen in Folge ohne Sieg verlangt Klubmanager Allofs von Trainer Dieter Hecking keine besonderen Maßnahmen. "Man muss sich nicht das Jetzt-ist-Krise-Schild umhängen", sagte Allofs: "Es geht darum, die Spieler in eine gute Verfassung zu bringen, sie auf Dauer besser zu machen, die richtige Ansprache zu finden und auch immer die eigene Arbeitsweise zu überprüfen - genau das tut unser Trainer."

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