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Der FSV Mainz 05 findet den Nachfolger des zu Schalke 04 wechselnden Christian Heidel bei Ligakonkurrent Werder Bremen. Harald Strutz bestätigt eine Einigung.

Aus der zweiten Reihe an der ruhigen Weser ins Rampenlicht beim fidelen Karnevalsverein:

Rouven Schröder tritt beim FSV Mainz 05 in die riesigen Fußstapfen von Christian Heidel und wird den langjährigen Macher des Bundesligisten als Sportchef beerben.

"Dieser Mann passt zu unserem Klub", sagte FSV-Präsident Harald Strutz am Montag über den 40 Jahre alten Schröder, der vom Ligarivalen Werder Bremen kommt.

Der in der Öffentlichkeit eher unbekannte Sauerländer, der bei Werder bisher als rechte Hand von Sportchef Thomas Eichin vorwiegend im Hintergrund gearbeitet hat, soll so bald wie möglich zum FSV stoßen. "Wir sind in Verhandlungen mit Bremen, da sind aber noch keine detaillierten Informationen zu geben. Das werden die nächsten Tage zeigen", äußerte Strutz: "Es besteht aber die gute Chance, dass er alsbald kommt und wir so einen weichen Übergang schaffen."

Strutz lobt Schröder

Der Mainzer Klubchef war stark darum bemüht, die Zweifel an Schröder schon im Vorfeld seines Engagements zu zerstreuen. Schließlich glauben nicht alle im Umfeld des Vereins daran, dass Schröder das Zeug dazu hat, um Heidel als Gesicht des FSV auch nur annähernd ersetzen zu können.

"Rouven Schröder ist jemand, der vom Profil gut passt. Nach einem Gespräch mit ihm Anfang Januar haben wir uns auf ihn festgelegt", sagte Strutz, der den Abschied Heidels als "krassen Einschnitt" bezeichnete: "Wir wollen mit Rouven Schröder in den nächsten Jahren zusammenarbeiten."

Auch Heidel, der die Rheinhessen nach 24 Jahren in der Verantwortung im Sommer in Richtung Schalke 04 verlassen wird, stärkte seinem Nachfolger den Rücken. "Wir sind der Auffassung, dass er eine gute Wahl für Mainz 05 ist", äußerte der 52-Jährige, der Schröder in den kommenden Wochen einarbeiten will: "Wir verhalten uns so, als ob es meinen Wechsel nicht geben würde. Ich würde es begrüßen, wenn Rouven früher kommen könnte, dann sitzt er bei allen Entscheidungen dabei."

Heidel bügelt Spekulationen ab

Heidel ließ trotz aller anderslautenden Spekulationen keine Zweifel daran aufkommen, dass er bis zum 30. Juni beim FSV arbeiten wird. "Natürlich werde ich mich auch damit befassen, was bei Schalke passiert", sagte der Nachfolger des Schalker Sportvorstand Horst Heldt: "Dennoch werden Horst bei Schalke und ich bei Mainz die Arbeit zu Ende machen. Nichts anderes ist geplant. Das ich nächste Woche weg bin, ist Quatsch."

Heidel erläuterte noch einmal die Grunde für seinen Wechsel. "Das Ganze hat nur sekundär etwas mit Schalke zu tun. Ich habe vor eineinhalb Jahren die Entscheidung getroffen, nochmal im Leben etwas anderes machen zu wollen", sagte der gebürtige Mainzer: "Ich wollte mir - wenn der Deckel zu geht - nicht den Vorwurf gefallen lassen, nicht dieses oder jenes noch gemacht zu haben."

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