vergrößernverkleinern
FC Augsburg v Bayer Leverkusen - Bundesliga
Augsburgs Philipp Max im Zweikampf mit Leverkusens Karim Bellarabi. Am Ende wurden die Punkte geteilt © Getty Images

Augsburg - Ein irres Spiel in Augsburg findet am Ende keinen Sieger, die Gastgeber verspielen ein 3:0. Bayer-Trainer Schmidt fliegt schon vor dem Anpfiff nach Spanien.

Bayer Leverkusen hat mit einem beeindruckenden Endspurt die nächste Pleite verhindert.

Die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt, der letztmals gesperrt war, kam beim FC Augsburg trotz einer starken Aufholjagd nach einem Dreierpack von Ja-Cheol Koo nicht über ein 3:3 (0:2) hinaus. Hakan Calhanoglu (90.+3) verwandelte einen Handelfmeter zum Endstand.

© SPORT1

Leverkusen stoppte nach drei Niederlagen zwar die Pleitenserie, verliert die Champions League aber aus den Augen. Augsburg verschenkte im zehnten Bundesliga-Duell mit Bayer den ersten Sieg und einen wichtigen Dreier im Abstiegskampf. 

Bayer-Trainer im Privatjet nach Spanien

Schmidt erlebte den packenden Kampf seines arg ersatzgeschwächten Teams nicht vor Ort mit. Der 48-Jährige verabschiedete sich vor dem Spiel von seinen Profis und machte sich per Privatjet auf nach Spanien, wo er Europa-League-Gegner FC Villarreal am Abend gegen Las Palmas beobachtete (Die UEFA Europa League mit Villarreal - Leverkusen am Donnerstag ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

So blieb Schmidt der erste Bundesliga-Dreierpack von Koo (5., 44., 57.) erspart. Karim Bellarabi (60.), ein Eigentor von FCA-Kapitän Paul Verhaegh (80.) und Calhangolu  sicherten Bayer immerhin noch einen Punkt. Augsburgs Jeffrey Gouweleeuw sah wegen Handspiels (90.+2) die Rote Karte.

Bobadilla verletzt sich beim Aufwärmen

26.000 Zuschauer in der WWK Arena sahen eine intensive, umkämpfte Begegnung - mit zunächst glücklichen Augsburgern.

Das 1:0 erzielte Koo nach einem Lattenschuss von Alexander Esswein, der unmittelbar vor Spielbeginn anstelle von Raul Bobadilla in die Startelf gerückt war. Stürmer Bobadilla hatte sich beim Aufwärmen verletzt.

Gäste mit offensiver Aufstellung

Auch Leverkusen stellte kurz vor Anpfiff um: Schmidts Assistent Markus Krösche verschob das angestrebte Comeback von Jonathan Tah und setzte stattdessen auf Admir Mehmedi und eine nominell offensivere Aufstellung.

Das machte sich bemerkbar: Leverkusen hatte mehr vom Spiel und drängte auf den Ausgleich. Mehmedi hatte Pech mit einem Pfostenschuss (21.), Nationalspieler Bellarabi scheiterte am gut reagierenden Torwart Marwin Hitz (35.).

Koos Dreierpack reicht nicht

Der FCA mit Rückkehrer Daniel Baier tat offensiv nurmehr das Nötigste, doch schon Alfred Finnbogason hätte erhöhen können (40.). Nach einem Pfostenschuss des Isländers, der dem unglücklichen Torhüter Bernd Leno den Ball abgeluchst hatte, staubte Koo abermals ab - 2:0. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

In der zweiten Halbzeit verteidigte der FCA die Gästeangriffe deutliche besser - und konnte sich vorne weiter auf Koo verlassen. Der Südkoreaner, der gegen keinen anderen Gegner mehr als einmal getroffen hat, erzielte aus abseitsverdächtiger Position auch noch seinen insgesamt sechsten Treffer gegen Leverkusen.

Zum Sieg reichte es aber dennoch nicht.

 

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel