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Hamburger SV v 1899 Hoffenheim - Bundesliga
Seit dem Amtsantritt von Trainer Julian Nagelsmann haben nur Bayern und der BVB mehr Punkte gesammelt © Getty Images

Hamburg - 1899 Hoffenheim schlägt den HSV in einem temporeichen, attraktiven Spiel. Die Kraichgauer klettern vorerst auf Platz 16, der HSV muss wieder bangen.

Auswärtsfluch gebrochen, Big Point im Abstiegskampf gelandet und den Bundesliga-Dino wieder in Gefahr gebracht: Jung-Trainer Julian Nagelsmann hat 1899 Hoffenheim zu einem 3:1 (2:1)-Sieg beim Hamburger SV geführt und damit den ersten Erfolg der Kraichgauer in der Fremde seit Ende September gefeiert.

(Alle Tore und Highlights am Sonntag ab 9.15 Uhr in Bundesliga Pur und ab 11 Uhr im Volkswagen Doppelpass LIVE im TV auf SPORT1)

Zugleich verkürzten die Gäste den Rückstand auf den HSV auf vier Punkte - die Mannschaft von Coach Bruno Labbadia droht trotz bereits 31 Punkten noch einmal ernsthaft in Gefahr zugeraten. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Indirekter Freistoß

Ein schneller Doppelschlag spielte Hoffenheim früh in die Karten. Der stark aufspielende Andrej Kramaric erzielte vor 48.263 Zuschauern per Foulelfmeter das 1:0 (20.). Wenig später erhöhte Nationalspieler Kevin Volland per indirektem Freistoß von der Grenze des Fünfmeterraums (23.).

Die Gastgeber berappelten sich schnell und kamen durch einen Handelfmeter von Aaron Hunt zum Anschlusstreffer (30.).

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Doch Eduardo Vargas traf nach dem Wechsel mit einem satten Rechtsschuss zum 3:1 (67.). (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

Adler mit Licht und Schatten

Hoffenheim zeigte gleich zu Beginn, dass den zuletzt starken Auftritten vor eigenem Publikum endlich auch ein Dreier in der Fremde folgen sollte.

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Sturmspitze Kramaric bewies schon in der Anfangsphase ein tolles Auge und viel Gefühl im rechten Fuß, doch HSV-Keeper René Adler lenkte einen Heber des Kroaten vom Strafraumeck an die Latte. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Bei der anschließenden Ecke stand 1899-Verteidiger Ermin Bicakcic völlig frei, köpfte aber neben das Tor (4.).

Auch der HSV spielte zu Beginn mutig nach vorne, Michael Gregoritsch per Fernschuss brachte Oliver Baumann im Tor der Gäste aber noch nicht ins Schwitzen (16.). Danach überschlugen sich die Ereignisse ab dem Elfmeter für Hoffenheim, den HSV-Keeper Adler durch ein Foul an Volland verursachte und dafür nur Gelb sah.

Bei strenger Auslegung hätte Schiedsrichter Knut Kircher auch die Rote Karte zücken können.

HSV ohne Glück

Auch über den Elfmeter für den HSV wurde munter diskutiert. 1899-Außenverteidiger Pavel Kaderabek touchierte eine Flanke von Ivo Ilicevic mit dem Oberarm. Doch nach dem lässigen Treffer von Hunt zeigte sich Hoffenheim schnell wieder konzentriert und behauptete die Führung bis zum Pausenpfiff. (DATENCENTER: Tabelle)

Mit dem Wechsel war nun der HSV gefordert, und die Hausherren drückten aufs Tempo. Der emsige Lewis Holtby von der Strafraumgrenze (53.) und Gregoritsch aus kürzester Distanz (60.) zwangen Baumann mit ihren Schüssen zu Glanzparaden. Die Gäste konnten sich nur noch selten befreien, doch Vargas nutzte einen Konter eiskalt.

Beim HSV zählten Holtby und der dribbelstarke Ilicevic zu den besten Spielern, Hoffenheim hatte in Kramaric und Baumann seine stärksten Akteure. 

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