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Hertha BSC
Genki Haraguchi (r.) brachte Hertha BSC mit seinem zweiten Saisontor in Führung © Getty Images

Berlin - Hertha BSC bleibt weiter auf Kurs Richtung Königsklasse. Die Fans träumen bereits. Der Sieg gegen den FC Ingolstadt ist am Ende aber ein hartes Stück Arbeit.

Hertha BSC kommt der Champions League immer näher.

Die Berliner setzten sich zu Hause gegen den FC Ingolstadt 04 nach cleverer Vorstellung mit 2:1 (0:0) durch und bauten als Tabellendritter den Vorsprung auf den Vierten, Schalke 04, auf vier Punkte aus.

Die Tore erzielten Genki Haraguchi (54.) und Salomon Kalou (69.) bei einem Gegentor von Lukas Hinterseer (75.). (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

© SPORT1

"Hoffen, dass es so weiter geht"

"Wir spielen bis jetzt eine gute Saison und hoffen, dass es so weitergeht", sagte Herthas Marvin Plattenhardt bei Sky. "Wir wollen schon da oben dran bleiben und uns festbeißen, aber wir schauen von Woche zu Woche."

Trainer Pal Dardai war hingegen mit der Schlussphase der Partie nicht zufrieden. "Nach dem 2:0 ist irgendetwas passiert, das müssen wir ändern. Ein zu frühes 2:0 ist nicht gut für uns", sagte Dardai.

Aufsteiger Ingolstadt ging nach fünf Spielen ohne Niederlage erstmals wieder als Verlierer vom Feld, liegt aber weiter gut im Rennen. Mit 33 Punkten rangiert die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl im gesicherten Mittelfeld und wird wohl mit dem Abstieg nichts mehr zu tun bekommen. "Wir haben uns leider nicht für den Aufwand belohnt", sagte Hasenhüttl nach der Partie. (DATENCENTER: Tabelle)

(Alle Tore und Highlights am Sonntag ab 9.15 Uhr in Bundesliga Pur und ab 11 Uhr im Volkswagen Doppelpass LIVE im TV auf SPORT1)

FCI nervt Hertha mit Extrem-Pressing

Ingolstadt war für Hertha der gefürchtet unangenehme Gegner. Die Oberbayern spielten vor 40.385 Zuschauern von Beginn an ein Extrem-Pressing, stellten vorne alles zu und erlaubten den Berlinern keinen kontrollierten Spielaufbau. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Die Gastgeber wussten sich zunächst nur mit langen Bällen zu helfen, die aber nur selten den gewünschten Adressaten fanden. Ein Abseits-Tor und ein sehenswerter Fallrückzieher übers Gehäuse von Vedad Ibisevic (5./39.) sowie Distanzschüsse von Per Skjelbred (14.) und Marvin Plattenhardt (44.) waren die Ausbeute an Chancen für die Hausherren in der ersten Halbzeit. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Haraguchi trifft aus dem Nichts

Nach der Pause plätscherte die Partie zunächst weiter vor sich hin, ehe wie aus dem Nichts die Führung für die Berliner fiel. Plattenhardt servierte von links nach innen und Haraguchi verlängert per Direktabnahme zum 1:0. Es war erst der zweite Saisontreffer des laufstarken Japaners. Die Ingolstädter monierten zuvor vergeblich ein Foul von Skjelbred an Dario Lezcano.

Hertha hatte den Gegner nun da, wo sie ihn haben wollten. Ingolstadt musste kommen und Hertha lauerte auf Konter. Nach einem präzisen Seitenwechsel von Haraguchi durch die Ingolstädter Abwehr war Kalou zur Stelle, und ließ Gäste-Keeper Ramazan Özcan mit seinem 13. Saisontor aus kurzer Distanz keine Chance. Ingolstadt machte es nochmal spannend und verkürzte durch Hinterseer auf 1:2.

Die Frühlingssonne schien ins Olympiastadion, und Herthas Fans sangen von der Europacup-Teilnahme, die den Berlinern mit dieser Effektivität und Cleverness kaum noch zu nehmen sein dürfte.

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