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Leverkusen - Mit einem Zittersieg beendet Bayer Leverkusen bei Roger Schmidts Rückkehr auf die Bank gegen den HSV seine Krise. Vom Erfolg erhofft sich das Team einen Schub für Donnerstag.

In der hitzigen Schlussphase brodelte es in Roger Schmidt, doch Bayer Leverkusens Trainer riss sich zusammen.

Das Geburtstagskind diskutierte nach der unnötigen Gelb-Roten Karte für Tin Jedvaj in der Nachspielzeit nur kurz mit den Schiedsrichtern - zu groß war die Erleichterung über das 1:0 (1:0) gegen den Hamburger SV und das Ende der Talfahrt in der Bundesliga.

"Wir haben uns den Sieg durch große Leidenschaft und eine große Willensleistung verdient. Wir sind froh, dass wir den Negativtrend stoppen konnten", sagte Schmidt, nachdem ihm Unglücksrabe Albin Ekdal (18.) mit einem Eigentor ein unerwartetes Geschenk zum 49. Geburtstag beschert hatte. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Der umstrittene Coach konnte nach seinem ersten Liga-Einsatz in der Coachingzone nach seiner verbüßten Innenraumsperre durchatmen und klatschte nach Abpfiff mit jedem seiner Spieler ab.

Völler beglückwünscht Schmidt

Auch Sportchef Rudi Völler suchte nach dem Schlusspfiff den Weg zu seinem Coach und demonstrierte mit einer Umarmung Einigkeit. "Ich habe ihm gratuliert, auch wenn es am Ende ein kleiner Zittersieg war, aber das gehört zum Fußball dazu", sagte Völler bei Sky.

Nach zuvor vier Ligaspielen ohne Sieg und drei Tage nach dem 0:2 im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Europa League beim FC Villarreal meldete sich Bayer im spannenden Kampf um die Europacup-Plätze zurück. (DATENCENTER: Tabelle)

"Wir haben alle gespürt, dass wir mit dem Rücken zur Wand standen, umso wichtiger waren die drei Punkte", sagte Bayer-Keeper Bernd Leno bei Sky.

Leno hofft auf Schub

In der Schlussphase avancierte Leno mit starken Paraden zum Matchwinner - und das obwohl er in der 62. Minute nach einem heftigen Zusammenprall mit Cleber kurzzeitig k.o. gegangen war. "Ich kann mich schon noch an die Szene erinnern, aber ich glaube, mir wurde kurz schwarz vor Augen", sagte Leno.

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Von dem hart erkämpften Sieg erhofft sich der Keeper einen Schwung für die kommenden Wochen. "Hoffentlich schafft dieser Sieg neues Selbstvertrauen und dann geht die Reise wieder nach oben", sagte der 24-Jährige.

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Die Reise in der Europa League soll dabei trotz der schwierigen Ausgangssituation noch nicht vorzeitig enden. "Mein Blick geht nach Donnerstag, da wollen wir eine Aufholjagd starten und einen großen Europapokalabend liefern", gab sich Trainer Schmidt zuversichtlich.

Ganz anders die Gemütslage auf der Gegenseite. Die Hamburger, die mit 31 Punkten sieben Zähler Abstand zum Abstiegsrelegationsplatz haben, ärgerten sich angesichts von einigen vergebenen Großchancen über den verpassten Punkt. "Du kriegst so ein Eiertor und rennst die ganze Zeit hinterher", sagte HSV-Torhüter René Adler, "das war natürlich bitter."

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