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Hans-Joachim Watzke ist mit Jose Mourinho befreundet
Hans-Joachim Watzke ist mit Jose Mourinho befreundet © Getty Images

Vor dem Gipfeltreffen mit dem FC Bayern spricht Hans-Joachim Watzke über das Duell und die Entwicklung von Mario Götze. Der BVB-Boss stichelt zudem gegen Real Madrid.

Hans-Joachim Watzke hat das Duell zwischen Borussia Dortmund und Bayern München (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER und LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm) "als größtes Spiel in Deutschland" bezeichnet.

In den letzten Jahren habe neben den Bayern der BVB "das Meiste für das Ansehen des deutschen Fußballs weltweit getan", erklärte Watzke der Bild.

Auch einen Vergleich mit dem spanischen Clasico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid scheut er mit einem Augenzwinkern nicht. "Ich glaube, Real wäre glücklich, nur fünf Punkte Rückstand auf Barcelona zu haben", so Watzke.

Götzes Bankstatus schmerzt

Die Entwicklung des ehemaligen Schützlings Mario Götze beim deutschen Rekordmeister verfolgt er mit Bedauern. "Er hat unseren kompletten Jugendbereich durchlaufen und ist ein total netter Kerl. Ich mag ihn einfach, und deshalb tut es mir auch schon ein bisschen leid", meinte Watzke: "Auf Mario lasse ich nichts kommen."

Vor dem Duell zwischen den Top-Stürmern Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang ist er stolz auf deren Entdeckungen. "Als 'Neuner' sind die beiden die herausragenden Spieler in der Bundesliga", sagte Watzke: "Auf Lech Posen und St. Etienne hat der deutsche Fußball-Fan ja nicht unbedingt immer geschaut."

(Alles zum Topspiel am Sonntag ab 9.15 Uhr in Bundesliga Pur und ab 11 Uhr im Volkswagen DoppelpassLIVE im TV auf SPORT1)

Fans "Spannung schenken"

Mit einem Sieg gegen die Bayern wolle man "den Fans der Bundesliga wieder ein bisschen Spannung schenken" und damit die Chance aufrechterhalten, die Meisterschaft zu gewinnen. Denn dieser Titel sei "der mit Abstand wichtigste".

Auch wenn Watzke beim FCB trotz der Niederlage gegen Mainz keine wirkliche Schwäche erkennt, hat er in den letzten Spielen beim kommenden Gegner eine Chance für sein Team ausgemacht.

"Das einzige, was bei Bayern auffällt – das ist aber auch durch die Personalsituation zu erklären ist – ist die Tatsache, dass sie jetzt zweimal innerhalb von zwei Wochen zwei Gegentreffer kassiert haben", so der 56-Jährige.

Daumen drücken für den FCB

Watzke setzt im Spitzenspiel auch auf den Heimvorteil: "Wir können in einem Spiel jede Mannschaft schlagen. Und es ist auch klar, dass unser Signal Iduna Park so kochen wird, wie schon lange nicht mehr."

Der BVB-Boss drückt den Bayern sogar manchmal die Daumen - allerdings nur in der Champions League.

"Wir Deutschen müssen international erfolgreich bleiben, wenn wir unseren zweiten Platz im UEFA-Ranking verteidigen wollen. Und dafür brauchen wir in erster Linie einen starken FC Bayern und in zweiter Linie einen starken BVB", so Watzke: "Da ist es das Normalste der Welt, dass ich den Bayern die Daumen drücke. Alles andere wäre dämlich."

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