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Ivo Hrstic ist Chefredakteur Digital bei SPORT1 © SPORT1/Getty Images

SPORT1-Chefredakteur Digital Ivo Hrstic sieht nicht nur beim Topspiel großen Sport. In Dortmund tut sich Bayerns Joshua Kimmich hervor - und ein BVB-Verteidiger.

Was für ein Fußball-Tag! Die Bundesliga hatte es am Samstag in sich, ganz nach dem Geschmack der Fans.

Zunächst klingelte es am Nachmittag im Minutentakt: 26 Tore in nur sechs Spielen, das war Werbung für den deutschen Fußball und seine Bundesliga.

Im Anschluss erlebten wir ein spannendes und temporeiches Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und dem Tabellenführer FC Bayern München. Leider ohne Tore, dafür aber auf höchstem taktischen Niveau. Dieses 0:0 ein Ergebnis zweier sehr guter Schlussmänner im Tor und Taktiktüftler auf der Trainerbank.

Auch ohne Sieg geht der FC Bayern irgendwie als Gewinner vom Platz. Der Rekordmeister hielt dem Druck des heimstarken BVB stand und war in der zweiten Halbzeit sogar näher am Sieg als die Borussia. Wer auf einen noch spannenderen Meisterkampf gehofft hatte wurde erst mal enttäuscht, es bleibt vorerst bei Bayerns Fünf-Punkte-Vorsprung.

Zwei junge deutsche Spieler haben mich im Topspiel besonders beeindruckt. Erik Durm (23) hatte die Dortmunder rechte Seite offensiv wie defensiv fest im Griff und überzeugte taktisch beim Wechsel zwischen Dreier- und Fünferkette.

Und beim FC Bayern war Joshua Kimmich (21) in seiner langsam schon nicht mehr ungewohnten Rolle als Innenverteidiger einmal mehr ein echter Gewinn für Pep Guardiola. Er gewann 64 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte tatsächlich 94(!) Prozent seiner Pässe an. In dieser Form ist Kimmich ein EM-Kandidat.

Ich würde mir wünschen Bundestrainer Joachim Löw belohnt Kimmichs überzeugende Leistungen mit einer EM-Teilnahme. Ähnlich wie Durm bei der WM in Brasilien könnte Kimmich wichtige Erfahrungen sammeln, auch ohne in Frankreich unbedingt gespielt zu haben.

So wie an diesem Samstag macht die Bundesliga richtig Spaß, ganz nach dem Geschmack der Fans.

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