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Martin Stranzl zieht Konsequenzen aus seiner Seuchensaison. Der 35-Jährige verkündet auf einer emotionalen Pressekonferenz sein Karriereende. Der Gladbacher Kapitän geht von Bord.

Der langjährige Kapitän geht von Bord: Martin Stranzl von Bundesligist Borussia Mönchengladbach beendet im Sommer nach zahlreichen Verletzungen seine Karriere. "Es gibt Signale vom Körper und so ist die Entscheidung in den letzten Wochen gereift", sagte der 35-Jährige am Dienstag.

Stranzl bestritt seit seinem Wechsel im Januar 2011 von Spartak Moskau nach Mönchengladbach 143 Pflichtspiele (zehn Tore) für den fünfmaligen deutschen Meister. "Eine lange und tolle Zeit geht vorbei. Es ist sehr schwer", sagte Stranzl unter Tränen.

In dieser Saison kam der Österreicher lediglich in zwei Bundesligaspielen zum Einsatz. Ein Bruch des Augenhöhlenbodens in der Hinrunde setzte ihn für Monate außer Gefecht, außerdem plagten ihn zuletzt immer wieder Oberschenkel- und Knieprobleme. Derzeit fällt der Innenverteidiger mit einem Muskelfaserriss in der rechten Wade aus.

"Ich will gerne nochmal auf dem Platz stehen und mich von den Fans ordentlich verabschieden", sagte Stranzl.

In der Bundesliga spielte Stranzl zudem für 1860 München und den VfB Stuttgart. Nach seinem Gastspiel in Moskau kam er Anfang 2011 zur Borussia und schaffte mit dem Team unter Lucien Favre noch den Klassenerhalt in der Relegation gegen den VfL Bochum.

In den kommenden Jahren folgte die Teilnahme an der Europa League, in der vergangenen Saison sogar die Qualifikation für die Champions League. Stranzl hatte daran mit seinen konstant guten Leistungen großen Anteil.

Seine Karriere in der österreichischen Nationalmannschaft hatte er nach 56 Länderspielen (drei Tore) bereits im November 2009 für beendet erklärt.

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