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Borussia Dortmund gegen den FC Bayern
Thomas Müller (2.v.l.) behält mit dem FC Bayern fünf Punkte Vorsprung auf Borussia Dortmund © Getty Images

0:0 - und jetzt? Die Stars der Bayern sind nach dem Topspiel halbwegs zufrieden, Trainer Guardiola hat einen Ratschlag an die Journalisten. Und Roman Bürki ist selbstkritisch.

Dank eines hart erkämpften Remis bei Borussia Dortmund bleibt der FC Bayern mit fünf Punkten Vorsprung ganz vorne in der Bundesliga.

SPORT1 hat die wichtigsten Stimmen gesammelt:

Philipp Lahm (Kapitän FC Bayern):

Bei Sky: "Wir hatten in der zweiten Halbzeit die besseren Chancen, hatten das Spiel besser unter Kontrolle. Man hat gesehen, dass zwei richtige Spitzenteams aufeinander getroffen sind. Es hätte auch 2:2 ausgehen können. In der Hinrunde hatte Dortmund auch eine gute Serie und war immer dran. Wir haben unsere fünf Pukte gehalten. Es sind noch neun Spiele, es ist noch ein langer Weg. Aber wir haben alles in der eigenen Hand."

Pep Guardiola (Trainer FC Bayern):

Bei Sky: "In den ersten 20 Minuten hatten wir Probleme, weil wir Mann gegen Mann gespielt haben. Die zweite Halbzeit war gut. Wir hatten genug Torchancen, um das Spiel zu gewinnen. Wir konnten nicht erwarten, hierher zu kommen und keine Dortmunder Chancen zuzulassen. Kompliment an meine Mannschaft, sie hat gespielt wie in einem Finale. Wir wollten natürlich gewinnen. Ich gebe euch Journalisten einen Ratschlag: Wenn ihr mit Joshua Kimmich sprecht, dann sprecht gut. Er hat in der Champions League gegen große Stürmer gespielt, heute gegen Aubameyang. Bitte sagt nicht mehr, dass er kein Innenverteidiger ist. Großes Kompliment an Joshua. Ich liebe diesen Jungen. Sie wollen immer weiter lernen. Er hat Leidenschaft. Er hat absolut alles. Großes Kompliment an Bayern München und an Michael Reschke, diesen Spieler verpflichtet zu haben. Borussia Dortmund ist eine große, große, große Mannschaft."

Im ZDF über Kimmich: "Ich habe zu ihm gesagt: Vielleicht ist er der beste Innenverteidiger der Welt."

Matthias Sammer (Sportvorstand FC Bayern):

Im ZDF: "Wir halten alles in den Händen. Borussia Dortmund bleibt aber gefährlich. Wir haben gegen Mainz einen Denkzettel bekommen. Wenn wir jedes Spiel als FInale begreifen, haben wir eine gute AUsgangsposition. Bis jetzt hat der BVB fast alles gewonnen. Der Respekt ist groß."

Erik Durm (Borussia Dortmund):

Bei Sky: "Wir haben mit Fünferkette gespielt. Wir sollten hoch stehen und uns zeigen. Das haben Marcel Schmelzer und ich gut gemacht. Nichtsdestotrotz mussten wir defensiv viel arbeiten. Ein Unentschieden ist okay. Natürlich hatten wir mehr gewollt, aber so ist es."

Joshua Kimmich (FC Bayern):

Im ZDF über Guardiola: "Er kritisiert öfters und ist nie zufrieden und will immer das Maximum aus einem rausholen – das finde ich super."

Bei Sky: "Es war von der ersten bis zur letzten Minute ein sehr intensives Spiel. Wir hatten die besseren Chancen und hätten gerne gewonnen. Fünf Punkte muss man erst mal aufholen. Deswegen können wir mit dem Punkt besser leben als Dortmund. Wenn man immer spielt, bekommt man mehr Sicherheit und Selbstvertrauen, ist besser ins Team integriert. Ich versuche das umzusetzen. Pep Guardiola und ich haben eine ganz gute Beziehung, wie er es zu jedem Spieler hat. Das ist nichts Ungewöhnliches. Er korrigiert viel, will das Maximum herausholen. Nach dem Spiel hat er ein paar Dinge gesagt, die ich hätte besser machen müssen. Ich habe genug gute Mitspieler, die mir helfen, wir sehen uns zum Beispiel Videos von den Spielen an."

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund):

Bei Sky: "Ich fand, dass wir eine sehr, sehr gute erste Halbzeit gespielt haben. Ein Tor hätte uns ermutigt und das Stadion nochmal komplett emotionalisiert. Defensiv haben wir nie die Ordnung verloren und offensiv verteidigt. Unter dem Strich steht ein 0:0, ich bin sehr glücklich, was die Mannschaft abgeliefert hat. In der Form, in der Schärfe, in der Bayern hier gespielt hat, ist das sehr schwer, dem zu entgehen. Du musst mutig sein und dich dem Druck entziehen. Wir hätten im Ballbesitz ein paar klarere Momente gebraucht. Wir sind ein paarmal im Mittelfeld steckengeblieben. Die Situation ist unverändert. Ich bin überzeugt, dass wir unseren Weg weitergehen. Unabhängig von dem Rückstand. Wir müssen uns davon freimachen und unseren Hunger bewahren."

Robert Lewandowski (FC Bayern):

Bei Sky: "Es war ein sehr offensives Spiel. Schade, dass wir kein Tor geschossen haben. Wir müssen in jedem Spiel Gas geben. Das ist nicht so leicht, wenn du gegen so eine Abwehr spielen musst. Aber du musst immer diesen freien Raum suchen. Hätten wir ein bisschen besser gespielt, hätten wir ein Tor geschossen. Fünf Punkte sind keine Distanz. Ich weiß, dass Dortmund bis zum Ende kämpfen kann. Wir müssen immer hochkonzentriert bleiben. Die Stimmung hier ist immer besonders. Ich habe immer noch in Dortmund Freunde. Wenn wir nach dem Spiel ein bisschen lockerer sind, können wir ein bisschen sprechen."

Thomas Müller (FC Bayern):

"Angefühlt hat es sich, als ob wir vor allem in der zweiten Halbzeit das Spielt im Griff hatten. Dortmund hatte ein, zwei gute Möglichkeiten. Einmal hat Joshua Kimmich gut gerettet. Es war ein intensives 0:0 mit einem Chancenplus für uns. Das ist ein Ergebnis, mit dem wir sicherlich leben können. Aber ich hätte unsere Leistung gerne mit einem 1:0-Sieg belohnt gesehen. Es bleibt spannend und wir stehen auf jeden Fall bei jedem Bundesligaspiel weiter unter Druck. Ein bisschen sind auch die restlichen Spiele in der Bundesliga wie kleine Finals."

Roman Bürki (Borussia Dortmund):

Bei Sky: "Ich habe gemischte Gefühle. Ich hatte auch ein paar Aktionen drin, auf die ich nicht stolz bin, die ich verbessern muss. Trotzdem bin ich froh und stolz auf die Mannschaft, dass wir zu null gespielt haben."

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