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Papy Djilobodji von Werder Bremen benahm sich gegen Mainz daneben
Werder Bremens Papy Djilobodji sorgte gegen Mainz für Wirbel © Getty Images

Bremen will das vom DFB-Kontrollausschuss beantragte Strafmaß nach der Kopf-ab-Geste seines Innenverteidigers nicht akzeptieren. Thomas Eichin verteidigt den Senegalesen.

Sportchef Thomas Eichin von Werder Bremen hat Papy Djilobodji nach dessen Kopf-ab-Geste in Schutz genommen.

"Es gibt Gesten, die in unterschiedlichen Kulturen verschiedene Bedeutungen haben. Wir müssen erklären, dass diese Geste in Afrika gebräuchlich ist", sagte der 49-Jährige der Bild.

Den Innenverteidiger, gegen den der DFB-Kontrollausschuss am Dienstag eine Sperre von drei Spielen beantragt hat, "in typisch deutscher Manier durchs Dorf zu treiben, geht nicht".

Der SVW teilte zudem mit, dem Strafantrag nicht zuzustimmen und um eine Entscheidung vor einem DFB-Einzelrichter zu bitten.

"Wir halten die nachträgliche Sperre von drei Meisterschaftsspielen für ungerechtfertigt. Vor allem, weil die Intensität und der Unrechtsgehalt des vorliegenden Falls unter Beachtung der konkreten Begleitumstände aus unserer Sicht als geringer zu bewerten sind als im Fall 'Deniz Naki'", sagte Eichin.

Nachdem Djilobodji am vergangenen Wochenende gegenüber seinem Gegenspieler Pablo de Blasis (1. FSV Mainz 05) das Abschneiden des Halses angedeutet hatte, hatte der Kontrollausschuss Ermittlungen gegen den Leihspieler vom FC Chelsea eingeleitet.

Die beantragte Drei-Spiele-Sperre würde erst nach Ablauf der Gelbsperre des Senegalesen in Kraft treten.

Im November 2009 hatte Naki mit einer ähnlichen Geste für Wirbel gesorgt. Der damalige Profi des FC St. Pauli hatte gegenüber Fans von Hansa Rostock mit der rechten Hand das Abschneiden des Halses angedeutet.

Der Angreifer war damals wegen krass sportwidrigen Verhaltens nachträglich für drei Spiele gesperrt worden.

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