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Dieter Hecking (r.) erwartet eine sportliche Reaktion von Max Kruse (l.)
Dieter Hecking (r.) erwartet eine sportliche Reaktion von Max Kruse (l.) © Getty Images

Nach dessen Eskapaden und der DFB-Team-Ausbootung erwartet Wolfsburgs Coach von Max Kruse gegen Leverkusen eine sportliche Reaktion - schon der Kritiker wegen.

Trainer Dieter Hecking vom Bundesligisten VfL Wolfsburg wünscht sich von Angreifer Max Kruse nach dessen jüngsten Eskapaden sowie der Suspendierung von der Nationalmannschaft eine sportliche Reaktion im Ligaspiel bei Bayer Leverkusen (Fr., ab 20 Uhr im LIVETICKER).

"Max soll Leistung bringen, fertig. Am liebsten wäre es mir, er schießt gleich zwei Tore. Dann macht er seine Kritiker mundtot. Das wäre am besten", sagte Hecking den Wolfsburger Nachrichten.

Im Training hat Kruse den 51-Jährigen bereits überzeugt, "da gibt es nichts zu beanstanden", so Hecking, der Kruse allerdings auch kritisierte.

"Als deutscher Nationalspieler musst du dir vor allem zwei Dingen bewusst sein: Du stehst total im Fokus der Öffentlichkeit, und du hast eine Vorbildfunktion. Und dieser ist Max nicht gerecht geworden", sagte Hecking.

Hecking: Rauswurf nie ein Thema

Und ergänzte: "Natürlich waren die Geschichten alle privat. Aber nachts nach einem Bundesligaspiel um 6.30 Uhr durch Berlin zu fahren – das kann es nicht sein." Eine Freistellung des Spielers sei aber nie ein Thema gewesen.

Der 14-malige Nationalspieler Kruse hatte sich Mitte März in Berlin am Rande der Feier seines 28. Geburtstags eine Auseinandersetzung mit einer Bild-Reporterin geliefert, die Fotos von ihm gemacht hatte.

Hecking hofft, dass Kruse aus den jüngsten Ereignissen seine Lehren zieht. "Er ist ein deutscher Nationalspieler und spielt bei einem Champions-League-Verein. Dessen muss er sich endgültig bewusst werden", so der Coach.

Derweil glaubt Hecking mit dem Tabellenachten nicht mehr an die direkte Qualifikation für die Champions League. "Platz drei ist bei zehn Punkten Rückstand und noch vier Mannschaften zwischen uns und Hertha BSC weg – so ehrlich müssen wir schon sein", sagte er. Dahinter sei aber "noch alles drin".

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