vergrößernverkleinern
Anthony Modeste ist beim Spiel zwischen FC Augsburg und dem 1. FC Köln mit einem glasklaren Handspiel im Strafraum davongekommen © Imago

Augsburg wird gegen Köln ein klarer Elfer verweigert - ausgerechnet Modeste ist wieder mittendrin. Den erhofften Schritt zum Klassenerhalt verpasst der FCA.

Der FC Augsburg hat nach einem Hand-Skandal in der Partie gegen den 1. FC Köln die erste große Chance vergeben, sich vorzeitig aller Abstiegssorgen zu entledigen.

Nach drei Siegen in Folge kam die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl gegen den bereits geretteten 1. FC Köln nicht über ein über weite Strecken niveauarmes 0:0 hinaus.

Für den Aufreger der Partie sorgte Kölns Angreifer Anthony Modeste, der in der ersten Halbzeit eine Augsburger Ecke von Daniel Baier aus dem Strafraum boxte - Schiedsrichter Tobias Welz und sein Gespann verweigerte dem FCA aber den klaren Elfmeter.

Ärger nach Handspiel von Modeste

"Modeste geht ganz klar mit dem Arm zum Ball", schimpfte Augsburgs Manager Stefan Reuter hinterher bei Sky: "Unvorstellbar, dass das von vier Schiedsrichtern keiner sieht."

Auch Trainer Markus Weinzierl ärgerte sich. "Ich habe es sofort gesehen", meinte er und ergänzte: "Das muss der Linienrichter sehen, wenn es der Schiedsrichter nicht sieht. Er hat freie Sicht."

Erneut war Modeste bei einem Aufreger im Duell FCA vs. Köln mittendrin - allerdings dieses Mal als Bösewicht.

Im Hinspiel hatte FCA-Keeper Marwin Hitz noch vor Modestes Strafstoß den Elfmeterpunkt zertrampelt - der Franzose verschoss daraufhin, Augsburg gewann mit 1:0.

Lehmann fliegt vom Platz

Nach dem verweigerten Elfmeter konnte der FCA auch aus einem Platzverweis für den Kölner Matthias Lehmann (57.) keinen Nutzen ziehen.

Der Defensiv-Mann traf Augsburgs Tobias Werner unglücklich am Kopf. Das Opfer musste mit blutender Platzwunder behandelt werden und kehrte mit Turban aufs Feld zurück.

Werner hatte Glück im Unglück. Die Situation hätte auch schlimmer ausgehen können. "Es tut mir schrecklich Leid. Ich habe ihn nicht gesehen. Zum Glück habe ich nicht das Auge getroffen", sagte Übeltäter Lehmann nach der Partie.

© SPORT1

Kölns Jonas Hector war derweil zufrieden, dass sein Team mit zu zehnt einen Punkt verteidigte. "Wenn man 30 Minuten in Unterzahl spielt, nimmt man den Punkt gerne mit."

Bei einem weiteren "Dreier" hätten die Augsburger bereits so gut wie sicher für ein sechstes Jahr in der Bundesliga planen können.

So haben die Schwaben jetzt 37 Punkte und damit zwei Spieltage vor dem Saisonende mindestens vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz, da Werder Bremen (31 Punkte) und der VfB Stuttgart (33) am kommenden Montag aufeinandertreffen.

Erst als Lehmann in der 57. Minute wegen wiederholten Foulspiels von Schiedsrichter Tobias Welz die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, nahm der Druck der Augsburger nach einer bis dahin weitgehend ereignislosen Begegnung etwas zu.

Kaum Chancen für Augsburg

Ein Freistoß des eingewechselten Raul Bobadilla (67.) war der Auftakt zu einer einseitigen Schlussphase, gute Chancen der Augsburger auf den heiß ersehnten Treffer waren aber auch gegen dezimierte Kölner an einer Hand abzuzählen.

Die 30.144 Zuschauer hatten vor dem Platzverweis vor allem in der ersten Halbzeit eine erschreckend harmlose Augsburger Mannschaft gesehen, der es nicht gelang, die souveräne Kölner Abwehr um den starken Dominic Maroh in Verlegenheit zu bringen.

© SPORT1
teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel