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Sinsheim - Mit einem besonders emotionalen Torjubel gegen Ingolstadt denkt Hoffenheims Nadiem Amiri an einem verletzten Kollegen. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt bei 1899.

1899 Hoffenheim steht nach dem Sieg gegen den FC Ingolstadt ganz dicht vor dem Klassenerhalt.
   
Nadiem Amiri zog vor Wut blank, warf sein Trikot weg und poste mit nacktem Oberkörper vor seinem Trainer - erst dann schnappte er sich zum Feiern das Trikot von Steven Zuber.

Stress mit Coach Julian Nagelsmann muss Amiri, der die Kraichgauer als Joker von der Bank am drittletzten Spieltag zum 2:1 (1:1) gegen den FCI führte, wegen seines emotionalen Torjubels aber nicht befürchten.

Nagelsmann, der Amiri in der 61. Minute eingewechselt hatte, war nicht nachtragend - ganz im Gegenteil.

"Es ist mit das Beste für einen Trainer, wenn ein Spieler sauer auf einen ist und dann das Tor macht", sagte der Coach, unter dessen Regie die TSG 16 von 18 möglichen Heim-Punkten geholt hat.

"Pedal bis in die Ölwanne"

"Nadiem drückt auch im Training das rechte Pedal bis in die Ölwanne durch. Er braucht ab und zu eine Pause", sagte Nagelsmann.

Dem Matchwinner selbst war es wichtig, seinen Treffer dem verletzten Zuber zu widmen.

"Ich habe ihm schon am Freitagabend geschrieben, dass ich für in treffe", sagte Amiri: "Der Jubel mit dem Trikot war also nicht spontan, sondern konkret geplant.

Zusammenprall mit Team-Kollege

Zuber hatte im Training bei einem Zusammenprall mit seinem Schweizer Landsmann Fabian Schär einen Schädelbasisbruch und eine Schultereckgelenksprengung erlitten.

Dem 24 Jahre alten Mittelfeldspieler geht es mittlerweile den Umständen entsprechend gut, er wurde bereits aus dem Krankenhaus entlassen. Zuber verfolgte die Partie zu Hause.

"Der Unfall mit Steven hat uns noch mehr zusammengeschweißt", äußerte der starke TSG-Torwart Oliver Baumann, der aber zurückhaltend blieb: "Man darf uns noch nicht gratulieren."

So sahen es auch Nagelsmann ("Es bleibt spannend") und Sportchef Alexander Rosen ("Wir sind noch nicht durch"). Nationalspieler Kevin Volland gab allerdings zu Protokoll, dass der Sieg "Gold wert" war.

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