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Felix Magath trainierte zuletzt den FC Fulham
Felix Magath trainierte zuletzt den FC Fulham © Getty Images

Vor dem Derby nimmt der Ex-Coach die Knappen auseinander und attackiert die handelnden Personen. Schalke 04 sieht Felix Magath längst nicht mehr auf Augenhöhe mit dem BVB.

Felix Magath hat seinen Ex-Verein FC Schalke 04 heftig kritisiert.

"Es ist ein Jammer, wie der FC Schalke 04 in der Tabelle dasteht. Solch ein Klub, mit dieser riesigen Fan-Basis, mit dieser Tradition, dieser Größe und diesen Emotionen müsste eigentlich dauerhaft hinter dem FC Bayern die Nummer zwei in Deutschlands sein und zu den Top-Klubs in Europa gehören", sagte der 62-Jährige in der Sportbild und fügte an: "Der FC Bayern ist ein Fußball-Unternehmen, Schalke aber lebt Fußball-Kultur."

Die Königsblauen sind in allen Pokalwettbewerben ausgeschieden und sind trotz eines starken Saisonstarts aktuell nur Tabellensiebter. Am Wochenende blamierte sich S04 beim FC Ingolstadt (0:3).

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Magath: Die handelnden Personen sind immer noch da

Magath, von 2009 bis 2011 Trainer und der starke Mann auf Schalke, führte auch Gründe an: "Wenn es sportlich nicht läuft, ist der Trainer immer schnell der Dumme. Schalke hat seit 2011, also in fünf Jahren, bereits den sechsten Cheftrainer. Aber die handelnden Personen, die darüber entscheiden, sitzen immer noch auf ihren Positionen."

Damit griff der Ex-Nationalspieler Vereins-Boss Clemens Tönnies und den scheidenden Manager Horst Heldt an.

Zur neuen Saison übernimmt Christian Heidel von Liga-Konkurrent Mainz 05. Magath: "Er ist jemand, der stets hinter seinen Trainern gestanden hat. Es wäre erfreulich, könnte er diese Standhaftigkeit auf Schalke mit einbringen." Doch auch er müsse erst die Strukturen ändern und eine klare Identität schaffen, führte der Vize-Meister-Coach von 2010 aus.

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"Eigenanspruch auf Schalke ist kleiner geworden"

Am Sonntag empfangen die Knappen Erzrivale Borussia Dortmund zum Revierderby (ab 15.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Vor dem Hinspiel (2:3) hatte der in der Kritik stehende Cheftrainer Andre Breitenreiter das Schlagerspiel als Bonusspiele deklariert, wofür er heftig Gegenwind bekam.

"Schade, dass sich die Klubs heute nicht auf Augenhöhe begegnen", teilte Magath mit: "Und diese Äußerung (von Breitenreiter, Anm. d. Red.) dokumentiert, dass scheinbar auch der Eigenanspruch auf Schalke kleiner geworden ist."

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