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Eintracht Frankfurt v SV Darmstadt 98 - Bundesliga
Beim Hinspiel in Frankfurt kam es zu schweren Ausschreitungen © Getty Images

Die Stadt Darmstadt rüstet sich für das brisante Hessen-Derby. Um Ausschreitungen zu vermeiden, dürfen Fans aus Frankfurt die Innenstadt nicht betreten.

Darmstadt rüstet sich vor dem Hessen-Derby am kommenden Wochenende gegen Eintracht Frankfurt (Samstag, ab 15.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Wie die Stadt Darmstadt und die Polizei auf einer gemeinsamen Pressekonferenz verkündeten, wird von Freitag, 29. April (19 Uhr) bis zum Sonntag, 1. Mai (7 Uhr) ein allgemeines Innenstadtverbot für Fans der Eintracht verhängt.

Unter anderem wegen massiver Ausschreitungen während des Hinspiels im Dezember 2015 hatte das DFB-Sportgericht die Frankfurter mit zwei Zuschauerausschlüssen bestraft, von denen einer das Derby betrifft. Der Gäste-Fanblock wird damit am Samstag leer bleiben.

Durch das Aufenthaltsverbot solle "sichergestellt werden, dass den Bürgerinnen und Bürgern in der Innenstadt das größtmögliche Maß an Sicherheit zu Teil wird. Auch ich appelliere daher vor allem an die Fans der Frankfurter Eintracht, diese Verfügung zu respektieren und den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten", sagte Bürgermeister und Ordnungsdezernent Rafael Reißer.

"Allen Beteiligten ist daran gelegen, dass dieses Hessenderby auch unter den gegebenen Bedingungen zu einem schönen Fußballfest wird. Nichtsdestotrotz muss sich Darmstadt gemeinsam mit der Polizei auf mögliche Ausschreitungen rivalisierender Fangruppen aus beiden Lagern vorbereiten. Dies haben wir getan und dazu bereits im Vorfeld zahlreiche Sicherheitsgespräche mit Vertretern der Stadt, der Polizei, den Vereinen, der Feuerwehr, den Rettungsdiensten und den Fanbeauftragten geführt", hieß es in einer Mitteilung von Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Alle Beteiligten seien gut aufgestellt und auf dieses Spiel vorbereitet. Trotzdem richte sich der "Appell an die Fans beider Mannschaften, sich unabhängig vom Ergebnis der Partie möglichst ruhig zu verhalten und nicht die Konfrontation zu suchen. Wenn sich alle an ein paar einfache Verhaltensregeln halten, steht einem friedlichen Hessen-Derby nichts im Weg", so Partsch weiter.

Der leitende Polizeidirektor und Einsatzleiter am Spieltag, Bernd Denninger, fügte hinzu, man werde "entschieden gegen Personen vorgehen, die Darmstadt zum Ziel von Krawalltourismus machen wollen. Daher haben wir bereits im Vorfeld gegen Eintracht Fans, die in der Vergangenheit durch Gewalttaten aufgefallen sind, Betretungsverbote erlassen."

Auch sportlich birgt das Derby große Brisanz. Während die Gastgeber (13., 35 Punkte) mit einem Erfolg den Klassenerhalt so gut wie perfekt machen können, braucht die auf Platz 17 stehende Eintracht (30) im Abstiegskampf trotz des jüngsten Sieges gegen Mainz (2:1) weiter jeden Punkt.

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