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SV Darmstadt 98 v Eintracht Frankfurt - Bundesliga
Siegerlachen: Niko Kovac freut sich über seinen dritten Sieg als Trainer von Eintracht Frankfurt Alex Grimm/Bongarts/Getty Images) © Getty Images

Mit dem Sieg im Derby meldet sich Eintracht Frankfurt im Abstiegskampf zurück. Der Dreier bei Darmstadt 98 macht Trainer Niko Kovac Mut für den Endspurt.

Spätestens als aus den Boxen in der Kabine karibische Klänge dröhnten, war die Welt der Frankfurter Derby-Helden wieder vollkommen in Ordnung.

"Was für ein unglaubliches Gefühl. Wir leben wieder!", resümierte Torhüter Lukas Hradecky nach dem 2:1 (0:1)-Sieg der Eintracht beim Lokalrivalen Darmstadt 98. Durch den zweiten Dreier nacheinander hat sich die SGE zwar noch nicht aller Abstiegssorgen entledigt - die Chancen auf den Klassenerhalt sind aber so gut wie lange nicht mehr.    

Und tatsächlich: Zum ersten Mal seit langer Zeit muss das abstiegsbedrohte Team von Trainer Niko Kovac im Saisonendspurt nicht mehr auf Fehler der Konkurrenten hoffen, um das ersehnte Ziel einer insgesamt verkorksten Saison noch zu erreichen.

SV Darmstadt 98 v Eintracht Frankfurt - Bundesliga
Trainer Niko Kovac freut sich mit Siegtorschütze Stefan Aigner (2.v.r.) und den anderen Spielern. © Getty Images

Kovac ist "glücklich"

"Ich bin glücklich über das Ergebnis", sagte daher auch Kovac, der nun am Montag ganz entspannt schauen kann, wie sich Werder Bremen und VfB Stuttgart im direkten Duell schlagen werden.    

Die Partie zum Abschluss des 32. Spieltags könnte in der Tat wegweisend für die noch ausstehenden zwei Spiele der Frankfurter sein. Die Hessen belegen aktuell mit 33 Zählern den Relegationsrang 16, die punktgleichen Stuttgarter liegen einen Platz davor.

Bremen hat 31 Punkte auf dem Konto - der Ausgang nach dem 34. Spieltag, an dem die Eintracht noch bei Werder antreten muss, ist daher völlig offen.    

"Genießen und schauen"

"Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, müssen wir auf niemanden schauen", antwortete Kovac auf die Frage, welches Ergebnis er sich denn für die Montagspartie wünsche: "Ich kann nun erst mal genießen und schauen, was die anderen so bringen."    

Ein Genuss, das war der Auftritt seiner Mannschaft am Samstag vor 14.200 Zuschauern indes nicht. Vor allem der erste Durchgang war laut Kovac geprägt von "Kampf und Krampf", die Treffer von Makoto Hasebe (56.) und Stefan Aigner (83.) in einer viel besseren zweiten Halbzeit brachten aber die Wende.

Dortmund als Herausforderung

"Ich bin froh, dass wir doch noch den Schalter umlegen konnten", sagte Kovac, dessen Schützlinge in der kommenden Woche Borussia Dortmund herausfordern werden.   

Vor dem vermeintlich ungleichen Duell haben die Hessen nach dem Erfolgserlebnis in Darmstadt aber keine Angst. "Das ist halt die Bundesliga, das kann man sich nicht aussuchen", sagte Verteidiger Bastian Oczipka.

Dass die Eintracht wie vor einer Woche gegen den FSV Mainz 05 einen Rückstand drehte, werde "zusätzlichen Auftrieb geben. Das ist ein Gefühl, das kann man nicht in Worte fassen", meinte Oczipka.    

Binnen acht Tagen haben sich die Frankfurter also von einem Quasi-Absteiger zum wieder ernstzunehmenden Konkurrenten im Tabellenkeller gemausert.

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