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1899 Hoffenheim v 1. FC Koeln - Bundesliga
Schiedsrichter Deniz Aytekin brachte mit seinem ausbleibenden Pfiff die Kölner gegen sich auf © Getty Images

Der Vorsitzende der Schiedsrichter-Kommission sieht nach den Vorfällen in Sinsheim und Leverkusen die Vorbildfunktion in Gefahr. Der Umgang werde immer respektloser.

In der am Wochenende aufgekommenen Fair-Play-Diskussion in der Bundesliga fordert Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel vehement eine Änderung des Verhaltens bei Spielern, Trainern und Funktionären.

"Ich habe schon vor geraumer Zeit darauf hingewiesen, dass der Umgang aller Beteiligten im Fußball respektloser geworden ist. Es müssen Verhaltensänderungen her, dringend", sagte Fandel.

Vorbildrolle steht auf dem Spiel

Der Vorsitzende der Schiedsrichter-Kommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erläuterte: "Wir müssen wieder mehr für unsere Werte einstehen, und dabei sind Respekt, Fair Play und Anstand ganz zentral. Alle Akteure im Fußball müssen dahin wirken, dass der Profifußball seiner Vorbildrolle wieder mehr gerecht wird. Sonst zerstören wir unsere Fußballkultur."

Am Wochenende hatte es bei den Spielen Leverkusen-Wolfsburg und Hoffenheim-Köln jeweils Vorkommnisse gegeben, die von Wolfsburger und Kölner Seite als Verstoß gegen das Fair Play angesehen wurden.

In beiden Fällen hatten die Schiedsrichter jedoch regelkonform entschieden. Fandel: "Die internationale und nationale Regelauslegung ist diesbezüglich ganz klar. Der Schiedsrichter soll das laufende Spiel nur dann unterbrechen, wenn zwei Spieler mit den Köpfen zusammengestoßen sind oder anderweitig der Verdacht auf eine sehr schwere Verletzung vorliegt."

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