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Martin Kind (l.) stellt klar: Mit Transfers hatt er nur finanziell zu tun
Martin Kind (l.) stellt klar: Mit Transfers hatt er nur finanziell zu tun © Getty Images

Nach dem Rauswurf von Trainer Thomas Schaaf nimmt Hannovers Präsident Martin Kind auch Geschäftsführer Martin Bader in die Pflicht. Er übt Kritik an den Transfers.

Nach der Trennung von Trainer Thomas Schaaf (54) hat Präsident Martin Kind (71) von Hannover 96 auch seinen Geschäftsführer Martin Bader (48) angezählt.

"Im Winter hatten wir einen Punkt Rückstand auf Platz 15, jetzt sind es zehn. Wir haben die teuerste Mannschaft, den höchsten Transferaufwand - und wir steigen ab. Das passt nicht zusammen", sagte Kind bei einer Veranstaltung in Hannover: "Mit dem Abstieg wird es einen Umbruch und einen teilweisen Neuanfang geben."

Schaaf wurde nach zehn Niederlagen in elf Spielen bei dem abgeschlagenen Tabellenletzten am Sonntag beurlaubt. In der Wintertransferperiode hatte der einstige Meistertrainer mit Bader, seit Oktober 2015 im Amt, sechs Zugänge verpflichtet - aber keine Verstärkungen.

"Ich bin für alles der Gesamtverantwortliche, stelle mich jeder Kritik", sagte Kind: "Ich weise aber darauf hin, dass ich bei Transfers nur wirtschaftlich eingebunden war."

Als Nachfolger von Schaaf, der kurz nach Weihnachten Michael Frontzeck abgelöst hatte, beförderte Hannover den bisherigen U19-Coach Daniel Stendel (42) zum Interimstrainer.

Er soll die Niedersachsen die restlichen sechs Partien in der Bundesliga betreuen.

Wer im Falle des wahrscheinlichen Abstieges den Neuanfang bei 96 einleiten soll, steht noch nicht fest. "Die Entscheidung sollten wir zügig treffen, damit der Trainer in die Planungen eingebunden werden kann", sagte Kind.

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