Video

München - Vor der Partie beim FC Bayern gerät Andre Breitenreiter im TV-Interview in Rage, später verbietet Horst Heldt jede Diskussion. Auch seine Vertragslaufzeit wirft Fragen auf.

Die klare Niederlage bei den Bayern hakten die Schalker schnell ab. Mit einem Sieg beim alten und wohl auch neuen Meister hatten sowieso nur die kühnsten Optimisten gerechnet.

Dennoch verließen die Königsblauen wütend die Arena im Münchner Norden. Der Grund ist die heftige Diskussion um eine Entlassung von Trainer Andre Breitenreiter zum Saisonende, die in dieser Woche deutlich an Fahrt gewann.

Angeblich soll mit dem jetzigen Augsburger Trainer Markus Weinzierl der Nachfolger bereits feststehen.

Breitenreiter besteht auf Vertrag

"Ich bin der Schalke-Trainer, und das werde ich auch nächste Saison sein", versuchte Breitenreiter selbst schon vor der Partie in München bei Sky der Debatte um seine Zukunft den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Auf Nachfrage allerdings reagierte er äußerst dünnhäutig und drohte: "Wir können das Interview auch gerne beenden. Das muss ich mir nicht bieten lassen."

Ebenso gereizt äußerte sich der zum Saisonende definitiv scheidende Sportvorstand Horst Heldt. "Wer solche Diskussionen führt, sollte die Klappe halten. So wie sie geführt werden, ist es absolut nicht in Ordnung. Ich erbitte mir im Endspurt in der Liga auch einmal Ruhe", polterte er.  

Heldt tauscht sich mit Heidel aus

Auf die Nachfrage von SPORT1, ob er sich in dieser Sache schon mit seinem Nachfolger Christian Heidel ausgetaucht habe, blieb Heldt vage. "Der Austausch mit ihm findet statt. Das ist im Sinne von Schalke 04. Das finde ich richtig."

Allerdings birgt die Nachfolgeregelung auf dem Posten des Sportchefs offenbar genauso viel Brisanz wie die Trainerfrage. Denn angeblich hat für den kommenden Juni nicht nur Heldt einen Vertrag bei Schalke ("Ich habe Vertag bis 30. Juni"), sondern auch schon sein Nachfolger Heidel.

Heldt: Heidel sitzt nicht auf meinem Schoß

"Was nicht passieren wird, ist, dass er bei mir in meinem Büro auf dem Schoß sitzt", sagte Heldt mit einem gequälten Lächeln.

Indes reagierten auch die Schalker Profis dünnhäutig auf die Trainer-Diskussion. "Ich habe es satt, die ganze Mannschaft hat das satt. Wir haben einen hervorragenden Trainer", ereiferte sich Torwart Ralf Fährmann bei Sky.

Sascha Riether war ebenfalls genervt. "Es ist schade, dass da immer wieder solche Störfeuer kommen. Ohne die könnten wir auch mal etwas ruhiger arbeiten. Dann fällt vielleicht auch das eine oder andere Spiel etwas leichter", sagte der Verteidiger auf SPORT1-Nachfrage, ehe er seinen Trainer demonstrativ lobte: "Er gibt jeden Tag alles, hat gute Ansprachen, bereitet uns gut auf die Spiele vor."

Momentan sieht es jedoch danach aus, als ob er dies nur noch in den letzten vier Partien dieser Saison macht.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel