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München - Sebastian Kehl rechnet mit einem Abgang von Hummels aus Dortmund, glaubt aber an einen Verbleib von Mkhitaryan und Aubameyang - und rät dem BVB zu Investitionen.

Sebastian Kehl hat im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1 Zweifel an einem Verbleib von Mats Hummels bei Borussia Dortmund geäußert.

"Ich weiß im Moment wirklich nichts", sagte Kehl zwar, er glaube aber, "dass die Tendenz dazu geht, dass er vielleicht den Verein wechselt. Ich glaube, ihn zieht es noch mal weiter."

Hummels hatte nach dem Pokal-Halbfinale bei Hertha BSC erklärt, die Zukunftsfrage sei "eine schwierige Entscheidung, die mich sicher jede Nacht eine halbe Stunde vor dem Einschlafen kostet." Sein Vater hatte daraufhin unter anderem den FC Bayern und Manchester City als mögliche Ziele ins Spiel gebracht.

Kehl, der beim BVB bis zum Ende der Saison 2013/14 Hummels' Vorgänger als Kapitän war, sieht dabei weder das Gehalt noch die Stimmung in Dortmund als ausschlaggebende Wechselgründe.

Kehl: "Mats genießt hohe Stellung"

"Mats wird sich auch beim BVB in den nächsten Jahren sicherlich mit einem Vertrag versehen lassen können, der ihm ausreichend Möglichkeiten gibt", sagte Kehl, das Verhältnis mit Trainer Thomas Tuchel und dem Verein sei "hervorragend, Mats genießt da eine sehr hohe Stellung".

Hummels habe "jetzt die Möglichkeit, mit nahezu 28 noch mal einen Schritt zu machen. Wenn er jetzt verlängert beim BVB, dann ist er 32. Jetzt kann er noch mal ins Ausland gehen, jetzt kann er noch mal versuchen, eine neue Erfahrung zu sammeln."

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Auch SPORT1-Experte Thomas Berthold glaubt, dass Hummels sich für einen Wechsel ins Ausland entscheiden wird.

"Bei Barcelona gibt es einen Umbruch, da könnte ich ihn mir gut vorstellen. Pep Guardiola geht nach England, da könnte ich ihn mir auch gut vorstellen", mutmaßte der 51-Jährige, der selbst für Hellas Verona und den AS Rom in Italien sowie bei Adanaspor in der Türkei aktiv war.

Berthold sieht Barca als Favorit auf Hummels

Sein Favorit für Hummels sei jedoch der FC Barcelona - was den BVB nach Bertholds Meinung vor Probleme in der Abwehrzentrale stellen könnte.

"Jeder braucht eigentlich einen guten Innenverteidiger. Von daher wird es brutal schwer, da jemanden zu finden", prophezeite der Weltmeister von 1990 für die Suche eines möglichen Nachfolgers für Hummels.

Kehl macht sich um seinen ehemaligen Arbeitgeber deutlich weniger Sorgen.

Kehl glaubt an Verbleib von Aubameyang und Mkhitaryan

"Der BVB wird nächstes Jahr eine tolle Mannschaft präsentieren, sie werden sicherlich auch noch mal Geld in die Hand nehmen und noch mal investieren", sagte Kehl, der Berthold aber teilweise Recht gab: "Wenn Mats geht, müssen sie das Geld investieren und einen adäquaten Innenverteidiger kaufen."

Dass der Kader der Dortmunder im Fall eines Hummels-Abschieds auseinander fallen könnte, fürchtet Kehl trotz der ebenfalls schwelenden Wechselgerüchte um Ilkay Gündogan, Henrikh Mkhitaryan und Pierre-Emerick Aubameyang nicht.

"Ich glaube, dass es um Mats und Ilkay geht in diesem Jahr", erklärte Kehl: "Aubameyang hat einen langfristigen Vertrag und ich glaube nicht, dass Auba jetzt für den Sommer ein Thema wird." Auch bei Mkhitaryan bestehe "eine sehr große Wahrscheinlichkeit, dass er verlängert, weil er sich superwohl fühlt".

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