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Sportdirektor Horst Heldt spricht im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1 über Schalker Ansprüche und Ziele. Gegen einen Vorwurf setzt er sich vehement zur Wehr.

Schalkes scheidender Sportdirektor Horst Heldt ist nicht bereit, die Segel zu streichen, was den Kampf um die Champions-League-Plätze anbelangt.

"Ich bin weit davon entfernt, das Rennen aufzugeben und mich in die Hängematte zu legen", sagte Heldt im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1. "Die Aufgaben werden natürlich nicht leichter. Das Gute ist: Man kann im Fußball vieles selbst gestalten."

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Die Ansprüche will er nicht zurückschrauben. "Wenn man um die Champions-League-Plätze spielen will, muss man in Ingolstadt gewinnen. Wir sind zerbrochen und nicht mehr zurückgekommen."

"Alibi muss aus den Köpfen raus"

Die Ausrede, das geringe Durchschnittsalter des königsblauen Kaders bringe nun einmal Leistungsschwankungen mit sich, lässt Heldt nicht gelten. "Das ist ein Alibi und muss aus den Köpfen raus. Ein Verein, der in den letzten zehn Jahren auch tatsächlich neun- bis zehnmal international gespielt hat, der darf seinen Anspruch nicht verlieren."

Um diesen zu halten, seien vor allem die erfahrenen Spieler gefordert. "Ich ewarte mir eigentlich mehr Führung von den älteren Spielern, weil da ist es mir eigentlich ein Stück weit zu ruhig", sagte Heldt.

Es sei nun wichtig, "die Kräfte zu bündeln und Ruhe zu demonstrieren". Dass jeder meine, er müsse was sagen, bezeichnete er als "Krankheit auf Schalke".

Heldt: Wolfsburg könnte auch Götze haben

Zugleich wehrte er sich nochmals gegen Anschuldigungen, er habe Julian Draxler leichtfertig an den VfL Wolfsburg ziehen lassen. "Natürlich war es ein Stich ins Herz, als Julian Draxler uns verlassen hat. Vor allem innerhalb der Bundesliga. Aber Reisende soll man nicht aufhalten."

Die Wolfsburger könnten sich übrigens auch Mario Götze leisten, ist sich Heldt sicher: "Von den finanziellen Möglichkeiten her hat Wolfsburg auch die Möglichkeit, Mario Götze zu bekommen. Ob sie das dann wollen, ist was anderes."

Zu Schalke passe der Nationalspieler hingegen nicht. "Finanziell würde es nicht passen, aber auch die Vorgeschichte würde nicht passen", sagte der Manager in Anspielung auf Götzes Dortmunder Vergangenheit.

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"Immer authentisch"

Auch äußerte sich Heldt zu seiner persönlichen Bilanz bei den Königsblauen. "Es geht nicht darum, dass die Leute einen lieben. Ich bin immer authentisch gewesen."

Er habe es nie versäumt, sich um die Belange der Fans zu kümmern. Damit habe er sich immer identifiziert.

Sein Verhältnis zu Clemens Tönnies sei indes ein gutes. "Ich erfülle meinen Vertrag. Ich möchte den Verein gut übergeben."

Seine Zukunft sehe er weiterhin in der Bundesliga. "Ich bin kein Typ, der jetzt ein halbes Jahr Pause macht. Ich bin seit zehn Jahren Manager, und das in der ersten Bundesliga, und es macht unheimlich viel Spaß zu gestalten. Ich habe den Luxus, dass ich mir das aussuchen kann."

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