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Christian Pulisic und Henrikh Mkhitaryan
Christian Pulisic (l.) feierte im Januar sein Profi-Debüt im Kreis von Henrikh Mkhitaryan und Co. © Imago

Für die US-Fans ist Dortmunds Christian Pulisic mit erst 17 Jahren schon Hoffnungsträger. Der Youngster selbst gibt sich bescheiden - und schwärmt von einem BVB-Kollegen.

Shootingstar Christian Pulisic von Borussia Dortmund hat in den höchsten Tönen von Mitspieler Henrikh Mkhitaryan geschwärmt.

"Ich habe noch nie einen Spieler gesehen oder mit einem zusammengespielt, der am Ball so schnell und geschmeidig ist. Er kann einfach an Verteidigern vorbeigleiten", erklärte Pulisic bei FourFourTwo, "dank ihm habe ich viel gelernt seit ich hier bin. Ich denke, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben."

Der erst 17-jährige Pulisic hatte Ende Januar beim 2:0 gegen Ingolstadt sein Profi-Debüt für den BVB gegeben und bis zum Saisonende in neun Einsätzen zwei Tore verbucht.

BVB-Junioren ohne Pulisic im Finale gegen 1899

"Seit ich im Januar zu den Profis gekommen bin, ist alles so schnell gegangen", sagte Pulisic und gab sich betont bodenständig: "Ich will nicht irgendein 17-jähriger Junge sein, der dafür bekannt ist, ein Fußball-Wunderkind zu sein. Das ist zu viel. Ich bin genau wie jeder andere auch."

Da passt es ins Bild, dass Pulisic Mitte Mai zur U19 zurückkehrte, statt am letzten Bundesliga-Spieltag bei den Profis aufzulaufen - und die BVB-Junioren prompt zwei Tage später mit einem Tor beim 2:1 im Halbfinal-Rückspiel bei 1860 München ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft schoss.

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Das Finale gegen 1899 Hoffenheim am Sonntag (ab 12.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVETICKER) verpasst Pulisic jedoch: US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann hat den Dortmunder in den Kader für die am 4. Juni beginnende Copa America berufen. Im Testspiel der USA gegen Ecuador kam Pulisic am Mittwoch als Joker zu seinem zweiten A-Länderspiel.

Hoffnungsträger bei Klinsmann

In den USA ist der Teenager aus Pennsylvania längst Hoffnungsträger aller Soccer-Anhänger. "Ich sehe all die Dinge, die die Leute über mich schreiben und sie bürden mir viele Erwartungen auf. Ich versuche einfach, das zur Seite zu schieben und der beste Spieler zu werden, der ich sein kann", erklärte Pulisic.

Helfen sollen ihm dabei vor allem die Erfahrungen, die er fern der Heimat sammelt - auch wenn sich Pulisic nach eigener Aussage erst an das fußballverrückte Dortmund gewöhnen musste.

"Ich war überrascht von der Leidenschaft", gestand Pulisic, der 2014 als 15-Jähriger nach Deutschland übersiedelte: "Sogar in der Stadt tragen so viele Menschen ihr Dortmund-Trikot. Es ist unglaublich. Das hat mich am meisten überrascht, wie viel es für die ganze Stadt bedeutet."

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