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Bremen - Eintracht-Trainer Kovac hadert nach der Krimi-Niederlage gegen Bremen und kritisiert den Schiedsrichter. Bruchhagen ist für die Relegation zuversichtlich.

Am Ende fehlten Eintracht Frankfurt knapp zwei Minuten zum Klassenerhalt.

88 Minuten lang hatte gegen Werder Bremen das Ergebnis für die Hessen gestimmt, ein Unentschieden hätte zum sofortigen Klassenerhalt gereicht.

Doch nach dem späten K.o. durch Papy Djilobodji musste Eintracht-Coach Niko Kovac der Fußballlehrer seine Schützlinge schon kurz nach dem Abpfiff auf das erste Relegationsspiel am Donnerstag (20.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio bei SPORT1.fm und im LIVETICKER) gegen den 1.FC Nürnberg einschwören.

"Schnell Köpfe hochnehmen"

"Jetzt müssen wir schnell die Köpfe hochnehmen. Die, die sofort aufstehen, das sind richtige Kerle", sagte der 44-Jährige, der die fehlende Ruhe im Spiel seiner Mannschaft beklagte.

Auch mit der Offensivleistung war er nicht verstanden: "Da waren wir geradezu destruktiv. Aber es gibt eben Spiele, in denen nach vorne gar nichts geht." Mit der Einwechslung von Carlos Zambrano (68.) hatte allerdings Kovac selbst die defensive Marschroute vorgegeben und auf Fünferkette umgestellt.

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Auch an Schiedsrichter Deniz Aytekin übte Kovac Kritik. "Es war ein Foul von unserem Spieler", meinte er zur Freistoßentscheidung vor dem 0:1, "aber ich stelle die Frage, ob das vom Bremer nicht vorher ein Sperren ohne Ball war."

Meier eine Option für die Relegation

Knackpunkt war aber die fehlende Offensive der Eintracht, vor allem nach der Pause. Einer, der in der Offensive hätte helfen können, blieb aus strategischen Gründen auf der Bank.

Das Comeback von Torjäger Alex Meier nach zehnwöchiger Verletzungspause (Knieblessur) fiel der Taktik von Kovacs zum Opfer, in den Schlussminuten durch eine strikt defensive Ausrichtung das Remis über die Runden zu retten. Und so hatte der Kroate schon 120 Sekunden bevor Djilobodji traf, sein Wechselkontingent erschöpft.

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"Aber für die Relegation ist Alex definitiv ein Thema", betonte Kovac. Schließlich müssen man gegen den Zweitliga-Dritten, zumal vor eigenem Publikum, mutiger als in Bremen agieren.

Und treffsicherer natürlich, denn ohne eigene Tore hat bekanntlich noch kein Bundesligist die Relegation erfolgreich überstanden.

Bruchhagen zuversichtlich

Der scheidende Vorstandsboss Heribert Bruchhagen zeigte sich bei Sky jedenfalls zuversichtlich, was den Klassenerhalt im Nachsetzten angeht. 

"Wir müssen jetzt innerhalb kürzester Zeit wieder Mut fassen, Moral fassen", sagte er: "Die Mannschaft hat in den letzten Wochen Moral bewiesen und ich bin überzeugt, dass wir gegen Nürnberg wieder mit voller Kampfkraft und voller Enthusiasmus zu Werke gehen.

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