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Nathaniel Amamoo hat das Interesse einiger Top-Klubs geweckt © Patrick Seeger

München - Nathaniel Amamoo überzeugt durch Schnelligkeit und Torriecher und erinnert an einen BVB-Neuzugang. Der Freiburger steht bei Bayern und RB auf dem Zettel.

In der Bundesliga ist wieder einmal der Baby-Boom ausgebrochen. Mehr denn je versuchen sich die Klubs frühzeitig die größten Nachwuchstalente zu sichern - und bedienen sich vornehmlich im Ausland.

Wolfsburg blätterte sieben Millionen Euro für den 17 Jahre alten Josip Brekalo hin, der BVB schlug bereits bei Mikel Merino (20, 3,75 Millionen) und Ousmane Dembele (19, acht Millionen) zu, RB Leipzig steht kurz vor der Verpflichtung Breel Embolos (19, mind. 20 Millionen).

Doch auch der deutsche Nachwuchs hat einiges zu bieten. Das hat auch der FC Bayern erkannt. SPORT1 weiß: Die Münchner sind heiß auf Freiburgs Youngster Nathaniel Amamoo, der von seinen Anlangen stark an Dembele erinnert.

Amamoo weckt Interesse aus England

Doch damit ist der Rekordmeister nicht allein. Auch im Ausland hat man ein Auge auf den flexiblen Angreifer geworfen. Unter anderem hat Tottenham bereits mehrfach angeklopft und englandgerechte Preise aufgerufen.

Amamoos Vater Daniel bestätigt bei SPORT1 mehrere Anfragen für seinen Sohn, sagt: "Ja, einige Klubs haben ihm auf dem Zettel, auch der FC Bayern. Beinahe täglich melden sich Interessenten bei mir." Aus gutem Grund.

Ghana oder DFB?

Amamoo ist schnell, technisch versiert und stark im Abschluss. 16 direkte Torbeteiligungen in 20 Einsätzen zieren seine aktuelle Saisonstatistik. Der Trainer der A-Nationalmannschaft Ghanas, dem Heimatland seines Vaters, hat ihm nach Angaben des Vaters bereits eine Einladung zukommen lassen. 

Noch hat Amamoo aber eine Karriere beim DFB im Sinn. "Ich würde mich freuen, wenn Nath für mein Heimatland Ghana spielt, aber für ihn hat aktuell eben Deutschland Priorität. Die Entscheidung liegt ganz bei ihm", erzählt Amamoo Senior. 

Die U19-EM im eigenen Land im Juli ist ein großes Ziel seines Sohnes. Seine Torquote würde eine Nominierung allemal rechtfertigen. 

Freiburg am Zug

Klar, dass die Freiburger ihn daher nur ungerne ziehen lassen würden. Es käme einer Überraschung gleich, sollten die Breisgauer nicht versuchen, ihr Juwel langfristig zu binden. Nach SPORT1-Informationen wären die Bayern jedoch gewillt, auch Ablöse für den Rechtsfuß zu bezahlen.

Amamoo tendiert aktuell zu einem Verbleib in Freiburg. Klar ist aber auch, dass die Perspektive im Klub stimmen muss. Freiburgs U23 ist in die Oberliga abgestiegen. Nur ein fester Platz und erste Einsätze im Profikader garantieren ihm die gewünschte Weiterentwicklung.

Teil von Bayerns Jugend-Strategie

Ein Punkt, der auch gegen die Münchner spricht. Amamoo, der im Juli 2015 von Tebe Berlin nach Freiburg kam, wäre bei den Bayern zunächst für die zweite Mannschaft, die in der Regionalliga spielt, vorgesehen.

Diese soll endlich in die Dritte Liga aufsteigen, um jungen Talenten wieder eine bessere Perspektive zu bieten. Uli Hoeneß höchstpersönlich hat es sich auf die Fahne geschrieben, die Bayern auch in Sachen Jugend-Arbeit wieder an die nationale Spitze zu führen.

Dabei stehen insbesondere die Jahrgänge 1997 und 1998 im Fokus. Amamoo hat am 23. August 1997 das Licht der Welt erblickt.

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