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Jaroslav Drobny bekommt beim Hamburger SV keinen neuen Vertrag mehr
Jaroslav Drobny muss den HSV offenbar verlassen. © Getty Images

Hamburg - Torhüter Jaroslav Drobny muss den Hamburger SV verlassen. Für den Keeper kommt der Abschied nach Gesprächen mit der Klubführung völlig überraschend.

Für Jaroslav Drobny scheinen die letzten Tage beim Hamburger SV angebrochen.

Der 36 Jahre alte Torhüter ist seit 2010 in Hamburg und absolvierte in dieser Spielzeit zehn Spiele in der Bundesliga für Hamburg, unter anderem in den letzten Wochen, in denen der HSV nach einer Schwächeperiode den Klassenerhalt schaffte.

"Ich bin fertig beim HSV"

In der Sport Bild wird Drobny allerdings so zitiert: "Bruno Labbadia hat mir die Entscheidung gerade mitgeteilt. Ich bin fertig beim HSV!" 

Tage zuvor saß der Keeper noch mit seinem Trainer Labbadia und dem Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer zusammen, ohne dass ihm die Verantwortlichen die damals schon feststehende Entscheidung mitteilten.

Drobny ledert gegen HSV-Verantwortliche

Drobny: "Es ist legitim, dass sich der HSV einen jüngeren Keeper für die nächsten Jahre holen möchte - aber warum sagen sie mir das nicht einfach? Das ist Kindergarten! Keiner hatte die Eier, es mir einfach ins Gesicht zu sagen!"

Und weiter: "Du sitzt da, und sie lügen dir in die Augen. Wenn ich sage, was ich wirklich denke, wird es teuer für mich. Aber ich spiele ohnehin nicht für diese Leute. Ich spiele für den Verein und die Fans. Der HSV ist der geilste Klub, bei dem ich je war. Er ist in meinem Herzen und wird dort immer bleiben."

Drobnys Vertrag läuft nach dieser Saison aus, der HSV könnte aber eine Option zur Verlängerung ziehen. Christian Mathenia von Darmstadt 98 wird seit Tagen als sein Nachfolger gehandelt.

Auch Kacar und Ilicevic müssen gehen

Neben Drobny müssen auch Gojko Kacar und Ivo Ilicevic die Hanseaten verlassen, ihre auslaufenden Verträge werden ebenfalls nicht verlängert.

Vorstandschef und Neu-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer sagte zu dem Entschluss: "Es ist immer schwierig, eine solche Entscheidung zu treffen. Wir müssen aber vor allen Dingen schauen, welche Entscheidungen für unsere Zukunft sportlich und wirtschaftlich richtig sind." 

Kacar hatte erheblichen Anteil daran, dass der HSV noch in der Bundesliga vertreten ist. Seine Tore in der Endphase der vergangenen Saison hievten den Bundesliga-Dino am letzten Spieltag noch auf einen Relegationsplatz.

Der 29-jährige Ilicevic, der in dieser Saison 31-mal für die Hanseaten zum Einsatz kam und vier Tore schoss, muss sich ebenfalls einen neuen Arbeitgeber suchen. Werder Bremen und der VfB Stuttgart sollen bereits Interesse an dem Linksaußen gezeigt haben.

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