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VfL Wolfsburg v VfB Stuttgart - Bundesliga
Robin Dutt ist nicht länger Sportdirektor des VfB Stuttgart © Getty Images

München und Stuttgart - Wie von SPORT1 bereits berichtet, entlässt Stuttgart Sportdirektor Robin Dutt. Der Niederländer Jos Luhukay übernimmt wie erwartet den Trainerposten.

Der VfB Stuttgart hat nach dem Abstieg aus der Bundesliga weitere Konsequenzen gezogen und wie von SPORT1 bereits vorab berichtet Sportvorstand Robin Dutt entlassen. Das teilten die Schwaben am Dienstagnachmittag mit.

Zudem bestätigte der Verein die Verpflichtung des Niederländers Jos Luhukay als Nachfolger des degradierten Jürgen Kramny auf dem Cheftrainer-Posten.

"Notwendiger Neustart" ohne Dutt

Die Trennung von Dutt erfolgte nach Klubangaben in gegenseitigem Einvernehmen.

"Wir sind nach einem intensiven Austausch übereingekommen, dass eine Trennung von Robin Dutt die richtige Entscheidung ist, um den notwendigen Neustart für den VfB zu ermöglichen", sagte Stuttgarts Aufsichtsratsvorsitzender Martin Schäfer, der Dutt nicht allein für den Absturz ins Unterhaus verantwortlich machen wollte.

Letztendlich sei man von der Notwendigkeit personeller Konsequenzen im sportlichen Bereich aber überzeugt.

Der zuletzt viel kritisierte Dutt sagte: "Das Wohl des Vereins steht immer an oberster Stelle. Da es zuletzt unterschiedliche Auffassungen über die Neuausrichtung des Vereins gab, ist es konsequent, sich zu trennen."

Dutt war im Januar 2015 zum VfB gekommen. Nach dem ersten Sturz des Klubs in die Zweite Liga seit 41 Jahren am vergangenen Wochenende hatte der 51-Jährige seine Zukunft offen gelassen, allerdings einen Trend zur Fortsetzung seiner Tätigkeit angedeutet.

Luhukay soll VfB zurück in Bundesliga führen

Luhukay war nach SPORT1-Informationen die erste Option der Verantwortlichen. Am vergangenen Wochenende hatten die Verantwortlichen des VfB bereits Kontakt zum Niederländer aufgenommen.

Der 52 Jahre alte Coach war zuletzt vereinslos, hat den Aufstieg aus der Zweiten Liga aber bereits mit vier Klubs geschafft: Einmal als Co-Trainer mit dem 1. FC Köln (2003) sowie als Chefcoach mit Borussia Mönchengladbach (2008), dem FC Augsburg (2011) und Hertha BSC(2013).

Diese Erfahrung war einer der Gründe für die Verpflichtung Luhukays.

"Er kann sehr gut einschätzen, vor welchen Herausforderungen wir gemeinsam in den kommenden Wochen und Monaten stehen werden und hat klar signalisiert, dass er sehr gerne für den VfB arbeiten würde", sagte Jochen Röttgermann, Vorstand Marketing und Vertrieb.

Kramny, der im vergangenen November den entlassenen Trainer Alexander Zorniger abgelöst hatte, war am vergangenen Sonntag von seiner Verantwortung für das Stuttgarter Profi-Team entbunden worden.

Der bisherige VfB-Präsident Bernd Wahler erklärte am gleichen Tag seinen Rücktritt.

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