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Gladbach-Manager Max Eberl findet, dass Charaktere wie Max Kruse eine Mannschaft sehr bereichern können. Seinen früheren Stürmer nimmt er in Schutz.

Sportdirektor Max Eberl vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach hat seinen in der Vergangenheit in die Kritik geratenen Ex-Schützling Max Kruse in Schutz genommen.

"Es ist nicht richtig, wenn er jetzt in eine Ecke gestellt wird", sagte der 42-Jährige im Interview mit dem kicker: "Für mich bleibt er ein sehr gerader Mensch und ein super Spieler."

Kruse war im vergangenen Sommer für zwölf Millionen Euro von Mönchengladbach zum VfL Wolfsburg gewechselt, konnte dort allerdings nicht völlig überzeugen. In 32 Ligaspielen schoss der Stürmer sechs Tore.

"Leck-mich-am-Arsch-Mentalität"

Immer wieder Schlagzeilen lieferte der Torjäger abseits des Platzes wegen diverser Verfehlungen und wurde von Bundestrainer Joachim Löw nicht für die EM in Frankreich nominiert. Kruse ist wechselwillig, die Wolfsburger würden ihn trotz eines Vertrages bis 2019 bei einem entsprechenden Angebot ziehen lassen.

Im Allgemeinen ist Eberl der Meinung, dass eher schwierige Charaktere wie Kruse Mannschaften bereichern können. "Wenn einer eine 'Leck-mich-am-Arsch-Mentalität' mitbringt, dann klingt das erst mal negativ", sagte Eberl: "Aber das sind dann vielleicht die kreativen Burschen, die auch in Drucksituationen unbeschwert und gelassen bleiben. Man muss natürlich wissen, wie man mit diesen Jungs umgeht." 

Ein Team brauche Spieler, die "so ein bisschen Hallodri" im positiven Sinne seien. Nicht zu viele allerdings: "Eine Mannschaft mit sechs Hallodris wird nicht funktionieren."

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